"Das Fest ist ein Beitrag zu größerem interkulturellen Verständnis, für eine gute Nachbarschaft und bietet die Möglichkeit sich kennenzulernen. Das Fest ist Integration vor Ort", sagt Stadtrat Prof. Vallabhbhai Patel. Seit 14 Jahren ist er Referent für Integration und Soziale Stadt. Das Ostend ist ein Stadtteil, in dem beide Themen hochaktuell sind. "Dieses Multi-Kulti-Fest leistet einen wesentlichen Beitrag zum harmonischen Zusammenleben von Einheimischen und Menschen, die aus anderen Ländern dazugekommen sind".
Den Wert des Festes erkannte auch Landrat Roland Weigert, der zum ersten Mal in das bunte Treiben rund um das Bürgerhaus tauchte. "Die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund ist eine der zentralen Aufgaben in unserer Zeit."
Schon am Freitagabend ging es Rund im Ostend. Bei der Skatenight suchten die Teilnehmer auf acht Rollen ein wenig Abkühlung im Fahrtwind. Die Feuerwehr hatte für eine freie Fahrt die 14 Kilometer lange Strecke im Stadtgebiet gesperrt. Danach konnte man noch bis 23 Uhr auf dem Nachtflohmarkt nach Schnäppchen suchen.
Einen passenden Rahmen für das Multi-Kulti-Spektakel lieferten die Stadt, Stadtteilmanager Jürgen Stickel, Jörg Sachse, der Vorsitzende vom Bürgerverein und viele weitere Helfer. Auf dem Volksfestplatz präsentierten die Menschen die Kultur ihres Heimatlandes und kulinarische Spezialitäten. Auf Stellwänden klärten sie über ihre Religion oder die politische Lage ihrer Nation auf. Kultur- und Arbeitskreise aus Vietnam, Pakistan, Holland, Rumänien, Mexiko, Türkei, der Dominikanischen Republik, Kurdistan, Polen, Bosnien und Vietnam gaben Infos und Geschmacksproben des landestypischen Essens. Wegen der brütenden Hitze kamen die Besucher aller Altersschichten vor allem abends zum Fest. Das Rahmenprogramm gestalteten Bands, wie "Warriors of Mrs Rock", "Fasan und Schaschlik Orkester" und "10 to Elefen".
Farbe beim Kinderschminken
Dazwischen gab es Folklore aus Rumänien, Tobias Ulm bot Rap, und ein Tanzpaar aus der Karibik zeigte den Merengue. Der Bürgerverein brachte beim Kinderschminken Farbe ins Spiel. An den Ständen schmökerten die Besucher nach allerlei Accessoires und im Spaßpark galt es, beim Surfen möglichst lange auf dem Brett zu stehen.
Der Stadtteiltreff präsentierte sein Angebot und das Spielmobil "Knattertüt" sorgte bei den Kleinen für Kurzweil. Nach all dem multikulturellen Programm bildete eine Feuershow von Neuburgs "Spectaculum de Diabolico" sowie das Sonnwendfeuer kurz vor Mitternacht den leuchtenden Abschluss.
Bei uns im Internet
Viele Bilder des bunten Festes unter
neuburger-rundschau.de/bilder