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Die 100 besten Plakate

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Die 100 besten Plakate

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    Der Ingolstädter Designer Darius Gondor vor seinem preisgekrönten Plakat. Jedes Jahr wählt der Verein "100 beste Plakate e.V." unter einer Vielzahl von Bewerbern die 100 herausragendsten Plakate professioneller Gestalter, Grafikbüros, Werbeagenturen und Studierender aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aus. Foto: Volker Linder
    Der Ingolstädter Designer Darius Gondor vor seinem preisgekrönten Plakat. Jedes Jahr wählt der Verein "100 beste Plakate e.V." unter einer Vielzahl von Bewerbern die 100 herausragendsten Plakate professioneller Gestalter, Grafikbüros, Werbeagenturen und Studierender aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aus. Foto: Volker Linder Foto: Volker Linder

    Dass die Wanderausstellung "100 beste Plakate 09 - Deutschland, Österreich, Schweiz" nach Stationen in Berlin, Luzern und zuletzt in Wien seit Donnerstagabend in Ingolstadt zu sehen ist, hat auch mit Darius Gondor zu tun. Der Ingolstädter Designer ist zum dritten Mal unter den Preisträgern. Dieses Mal wurde seine innovative Umsetzung eines Plakats für die "Blaue Stunde" eines Design-Büros in den Reigen der Auserwählten aus 1600 Einsendungen aufgenommen.

    Die Idee, Papierbuchstaben aufzukleben und mit dem für die Blaue Stunde typischen Schatteneffekt abzufotografieren, sei ihm im Zug gekommen, nachdem vorherige Entwürfe des Plakats abgelehnt worden waren, erzählt Gondor. Für die Realisierung hatten er und seine Kollegen gerade einmal drei Tage Zeit. Normalerweise nimmt ein künstlerisch anspruchsvolles Plakat laut Gondor ein bis zwei Monate in Anspruch.

    Wie hintersinnig, innovativ und wirkungsvoll Plakatkunst sein kann, davon zeugen auch die anderen Exponate. Eine Plakatserie des Schweizer Gestalters Niklaus Troxler wirbt für das Jazzfestival Willisau - und man erkennt erst mal gar nichts. Troxler nimmt sich die künstlerische Freiheit und pfeift mit wilden Schraffurmustern auf den eigentlichen Zweck von Plakaten, nämlich die schnelle und deutliche Informationsweitergabe. Rhythmus und Struktur der Zeichnungen geben auf den zweiten Blick aber das Feeling des Jazz sehr klar wieder.

    Auch bei den anderen Plakaten und Plakatserien tritt im Jahrgang 2009 der Computer auffallend in den Hintergrund. Viele Designer greifen ganz wie in alten Zeiten zum Zeichenstift oder eben zu Schere, Klebstoff und Fotoapparat, so wie Gondor. In der vom Museum für Konkrete Kunst veranstalteten Ausstellung kommt keine klassische Produktwerbung vor, es geht hauptsächlich um kulturelle Events und politische Kampagnen. Die Präsentation stammt von der Hochschule für Gestaltung in Offenbach am Main und ist selbst sehenswert: Die 100 Plakate werden auf einer Berglandschaft aus Pappe zur Schau gestellt.

    Die Ausstellung ist noch bis zum 13. Februar in der Galerie des Theaters (Schlosslände 1) zu sehen, geöffnet dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr.

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