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Stadtentwicklung in Neuburg: Die Innenstadt braucht ein einheitliches Erscheinungsbild

Stadtentwicklung in Neuburg

Die Innenstadt braucht ein einheitliches Erscheinungsbild

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    Hätten Sie es erkannt? Meist vollkommen unbewusst schreiten wir über den Boden unter unseren Füßen. In der Neuburger Innenstadt gibt es viele verschiedene Bodenbeläge und wo sie zusammenstoßen, kann es schon etwas wirr aussehen – wie hier, wo Luitpoldstraße und Rosenstraße aufeinandertreffen.
    Hätten Sie es erkannt? Meist vollkommen unbewusst schreiten wir über den Boden unter unseren Füßen. In der Neuburger Innenstadt gibt es viele verschiedene Bodenbeläge und wo sie zusammenstoßen, kann es schon etwas wirr aussehen – wie hier, wo Luitpoldstraße und Rosenstraße aufeinandertreffen. Foto: Sebastian Hofmann

    Die Neuburger Innenstadt kämpft, so scheint es manchmal, seit Urzeiten mit den gleichen Problemen. Schon immer bedarf es einer zweiten Donaubrücke, der Oswaldplatz ist unübersichtlich wie eh und je, kaum ein Straßenzug gleicht dem nächsten, es herrscht, überspitzt formuliert, Unordnung. Was tun, wenn diese Probleme auch nach vielen Jahren noch bestehen und niemand den Heiligen Gral der Stadtentwicklung zu finden scheint?

    Eine Lösungsmöglichkeit: Externe Spezialisten betrachten die Stadt mit neutralem Blick und bringen ihre Ideen zur Problemlösung ein. Genau das hat die Stadt Neuburg veranlasst. Mit dem Maßnahmenplan „Aktive Zentren“ liegt den Verantwortlichen des Stadtbauamtes nun ein Katalog mit Vorschlägen vor, die die Neuburger Innenstadt vorwärts bringen können. „Aktive Zentren“ ist nicht nur wichtig dafür, dass überhaupt etwas vorwärts geht. Wie immer geht es auch ums Geld.

    Stadtentwicklung ist ein teures Pflaster, weshalb jede Kommune versucht, Unterstützung aus übergeordneten Fördertöpfen zu bekommen. Derzeit bewirbt sich Neuburg mit dem Maßnahmenkatalog für Gelder zur Entwicklung der Unteren Stadt. Das Gutachten eines Nürnberger Planungsbüro hat festgestellt: Die Obere und Untere Stadt sind zu streng voneinander getrennt und in der Kernstadt gibt es großes Entwicklungspotenzial, das geweckt werden muss, damit die Stadt attraktiv für Bürger und Wirtschaft bleibt. Ob Neuburg weiterhin von diesem Programm profitieren kann, ist ungewiss. Die Kommune wird schon seit 40 Jahren davon bezuschusst. Stadtbaumeister Dieter Reichstein: „Es gibt natürlich andere Städte, die auch etwas von den Fördertöpfen abhaben wollen. Es wird für uns sicher nicht einfach, wieder ausgewählt zu werden“, sagt er. Gibt es weiterhin Fördergelder, entscheiden ein Projektleiter-Team und ein Beirat, wie die Vorschläge aus dem Maßnahmenplan konkret umgesetzt werden sollen.

    Zur Projektleitung gehören neben Dieter Reichstein und Harald Neumeier vom Bauamt sowie Vanessa Korn, Chefin des Neuburger Stadtmarketings. Auch der Beirat hat bereits zwei Mal getagt und wurde in der jüngsten Sitzung des Bauauschusses sogar vergrößert. Er setzt sich aus sieben Stadträten, Mitgliedern der Werbegemeinschaft und des Gewerbeverbands, Gastwirten, anderen Spezialisten und Bürgern zusammen.

    Die Umsetzung des Maßnahmenkatalogs ist ein breites Arbeitsfeld. Stadtentwicklung ist mehr als nur Straßen sanieren und Neues bauen. Angefangen bei der Infrastruktur, über die Bausubstanz bis hin zum Einzelhandelsangebot und der Wohnsituation, viele Faktoren entscheiden.

    Welche Ideen bereits vorhanden sind und welches Potenzial die Stadt laut Gutachten hat, lesen Sie in der Wochenendausgabe der Neuburger Rundschau.

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