ingolstadt Morgen soll der Stadtrat die Weichen zur Realisierung der Großprojekte auf dem Gießereigelände entscheidend stellen. Eine kleine Bürgerinitiative und oppositionelle Gruppen – darunter SPD und Grüne – im Rathaus stemmen sich dagegen.
Herbert Lorenz als Chef der städtischen Tochtergesellschaft zur Wirtschaftsförderung (IFG), die das Projekt abwickelt, stellte gestern vor den Medien noch einmal heraus, dass es überhaupt kein Zurück mehr gebe. Lorenz verweist beinahe gebetsmühlenartig darauf, dass der Rahmenplan zur Bebauung des ehemaligen Rieter-Areals direkt an der Donau einstimmig vom Stadtrat abgesegnet wurde. Umso mehr müsse man sich wundern, wenn es jetzt in der entscheidenden Endphase völlig andere Meinungen in der Opposition gebe. Die stellt nun überraschend Höhe und Größe des Kongresshotels wieder infrage. Neuerdings machte die Gegenbewegung den Vorschlag, die Gebäude völlig anders zu situieren, darunter auch das Hotel. Als Alternative wird das Areal genannt, auf dem der neue Forschungsbau der benachbarten Hochschule entsteht. Dieses Grundstück gehört aber dem Freistaat Bayern „und darüber könnten wir gar nicht verfügen“, zeigt Lorenz auf und spricht in dem Zusammenhang von wenig realistischen Vorschlägen der Gegner.
Seit zwei Jahrzehnten diskutiere der Stadtrat nun schon über diese Großprojekte und stehe nun endlich auf der Ziellinie. Wenn jetzt wieder nichts passiere, dann werde auch die nächsten 20 Jahre nichts passieren, prophezeit Lorenz. Denn die Investoren seien angesichts der Entwicklung im Rathaus „sprachlos“, so der IFG-Geschäftsführer. Mit dem Bebauungsplan stehen und fallen auch die neue Audi-Akademie sowie das Kongresszentrum und schließlich das Luxushotel. Es geht um viele Millionen und viele wichtige infrastrukturelle Einrichtungen für den Wirtschaftsraum.