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Öl: Entscheidend ist, was rauskommt

Öl

Entscheidend ist, was rauskommt

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    Öl auf Sand – So kann es aussehen, wenn Öl ausläuft. Weit weg von hier in der libyschen Wüste ist das irgendwo passiert. Die TAL lässt ihre transalpine Pipeline mit Hubschraubern überwachen, um dergleichen zu verhindern.
    Öl auf Sand – So kann es aussehen, wenn Öl ausläuft. Weit weg von hier in der libyschen Wüste ist das irgendwo passiert. Die TAL lässt ihre transalpine Pipeline mit Hubschraubern überwachen, um dergleichen zu verhindern. Foto: dpa

    Ingolstadt Wer eine Pipeline betreibt, hat ein grundlegendes Interesse: Was an dem einem Ende reinkommt, sollte ohne Verluste am anderen Ende wieder rauskommen. Wenn die Pipeline mehrere hundert Kilometer lang ist, dann ist das eine Herausforderung. Die Transalpine Oelleitung GmbH (TAL) pumpt den wichtigsten Rohstoff der Welt vom größten Rohölhafen Europas in Triest über die Alpen bis nach Lenting und weiter bis nach Baden Württemberg jetzt ist da noch immer alles rausgekommen, was in Italien rein gepumpt wurde.

    Pro Jahr sind das im Durchschnitt 35 Millionen Tonnen, 25 Prozent des deutschen Ölimportes. „Wir sind wenig bekannt“, sagt TAL-Geschäftsführerin Ulrike Andres. „Und das ist aus Sicherheitsgründen auch gewollt“. Seit über 45 Jahren ist die TAL im Geschäft. Es ist eines der größten Pipelineunternehmen in Europa. „Wir sind Transportdienstleister“, erklärt Andres. „Uns ist egal, wo das Öl herkommt, solange es eine gute Qualität hat und man kann es gut pumpen.“ Geliefert werde aus Libyen, Algerien, Tunesien, aus Saudi Arabien, aus dem Irak, aus Mexiko, aus Nigeria, aus Russland, Kasachstan. „Je nach Einkaufsmöglichkeiten.“

    Die Gesellschafter der TAL sind große Unternehmen. Shell gehört dazu, BP, ExxonMobil, OMV und zu zehn Prozent auch Petroplus. Trotz der von der Bundesregierung betriebenen Energiewende rechnet Andres für die kommenden Jahrzehnten nicht damit, dass sie wesentlich weniger Öl über die Alpen pumpen werden. In den kommenden fünf Jahren sollen etwa 25 Millionen Euro investiert werden. Auch in die Sicherheit.

    Natürlich könne man sich „nie komplett gegen den Terrorismus der ganzen Welt schützen“, sagt der technische Leiter von TAL, Dirk Strack. Der „größere“ Feind der Pipeline, sei ohnehin der Bagger. Die TAL lässt ihre Rohre mit Hubschraubern wöchentlich überwachen. Wenn die Kontrolleure unterwegs sind, falle ihnen oft irgendwo was auf. Dann machen sie Meldung, damit gesichert ist, dass alles immer, immer weiterfließt in der Schlagader der Volkswirtschaft.

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