Neuburg Der Umbau der Neuburger Wirtschaftsschule sorgt für Ärger bei den Anwohnern. Am morgigen Mittwoch soll nun eine Informationsveranstaltung vonseiten des Landratsamtes alle Missverständnisse aus dem Weg räumen.
Mit Plänen und Querschnitten will der Hoch- und Tiefbau-Chef des Landratsamtes, Franz-Josef Simon, zu dem Treffen anrücken. Er gibt zu, dass im Vorfeld nicht alles so gelaufen ist, wie man es sich vorstellt, denn die Anwohner sind bei der Planung nicht miteinbezogen worden. Und das, obwohl sich besonders bei einem Grundstück am Dr.-Karl-Lexer-Weg gravierende Änderungen durch den Umbau der Schule ergeben werden. Um gut einem halben Meter muss der Bereich bei der Anfahrt im Süden aufgeschüttet werden.
„Das geht nicht anders“, sagt Simon, weil es im Keller einen alten Verbindungsteil gibt, der Alt- und Neubau aneinander anschließt. Und das hat eine Erhöhung des Bodenniveaus zur Folge.
Die Anwohner fürchten nun, dass dadurch Wasser in ihre Gärten fließt. „Es gibt keinen Sickerschacht oder einen Kanal“, sagt Dr. Friedrich Höglmeier, „sondern nur eine Grube, in der das Regenwasser versickern soll.“ Höglmeier ist das zu wenig. Er fürchtet auch um seinen jahrhundertealten Baumbestand im Garten, dem ein zu nasser Boden nicht gut tun wird.
„Aber wir haben keine andere Möglichkeit“, kontert Simon, „denn die Stadt Neuburg erlaubt es uns nicht, das Wasser in den Kanal einzuleiten.“ Aus ökologischen Gründen sei eine Entwässerungsmulde sinnvoller.
Aber es gibt noch einen Punkt, der den Anwohnern stinkt: die Parkplatzsituation. „Viele Wirtschaftsschüler kommen mit dem Auto und der Ausbau der angrenzenden Fachoberschule und die beantragte neue Berufsoberschule machen die Parkplatzsuche rund um das Schulgelände nicht besser.“ Und tatsächlich sind auch fast nur für die Lehrer Stellplätze auf dem beengten Grundstück eingeplant, wie Simon sagt: „Kein Betrieb in der Innenstadt kann ausreichend Parkplätze für seine Kunden zur Verfügung stellen. Bei uns ist die Lage ähnlich.“ Von Ideen wie eine Tiefgarage hält er nicht viel: „Das würde ein Vermögen kosten. Wir sind verpflichtet, dass wir mit dem Geld der Bürger verantwortungsvoll und wirtschaftlich umgehen.“
Am Mittwoch wird Simon noch einmal alles mit den Anwohnern durchgehen. Und bei der nächsten Baumaßnahme soll dann die Kommunikation besser funktionieren.