Neuburg Es bleibt dabei. Die kleine Brücke über den Zeller Kanal, die den Audi-Kreisel mit Gut Rohrenfeld verbindet, muss für eine Viertelmillion Euro saniert werden. Einen weiteren Alternativvorschlag des Stadtrates, mit welchen baulichen Maßnahmen man noch Geld einsparen könnte, hat Franz Reim von der Bauverwaltung jetzt durchgerechnet. Das Ergebnis: Die Stadt spart sich nichts, würde sogar eventuell noch draufzahlen.
Über das marode Bauwerk wird seit einigen Wochen heftig diskutiert. Der Stadtrat, und allen voran Oberbürgermeister Bernhard Gmehling, wollte sich nicht mit den von Franz Reim ausgearbeiteten Plänen zur teuren Sanierung zufriedengeben. Im Bauausschuss und später im Stadtrat brachten die Mitglieder immer wieder neue Ideen ein: Bohrpfähle statt Widerlager oder ein Rohr-Durchlass statt eine Betonbrücke. Doch entweder sie waren laut Reim nicht praktikabel oder ebenso teuer wie die ursprüngliche Variante.
Nun bleibt alles, wie es von Anfang an geplant war – nur mit der Gewissheit, dass die Stadträte alle Alternativmöglichkeiten durchgesprochen haben. Die Brücke wird instand gesetzt und der Straßenverlauf um einige Meter nach Süden versetzt, um einem angrenzenden Alleebaum mehr Luft zu verschaffen. Die außerplanmäßigen Mittel von 100000 Euro zusätzlich werden bereitgestellt. Zunächst war man von 150000 Euro ausgegangen, doch eine genaue Prüfung ergab, dass auch die Widerlager erneuert werden müssen. Jetzt aber scheint das Kapitel ein Ende gefunden zu haben, sodass mit der Baumaßnahme begonnen werden kann. Das letzte Wort hatte Michael Kettner. Mit einem Augenzwinkern merkte der SPD-Politiker an: „Und die CSU kann im Wahlkampf endlich sagen, dass sie schon eine neue Brücke gebaut haben – auch wenn es nicht die über die Donau ist.“