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05. Januar 2011 05:20 Uhr

Herber Hopfen und greißliche Leichen

Ingolstadt Die Museen in Ingolstadt haben für das neue Jahr wieder zahlreiche Ausstellungen konzipiert. Das aktuelle Programm hat passendes für Kunstliebhaber, Biertrinker und Hobby-Kriminalisten.

Stadtmuseum

20. März bis 3. Oktober: Das Ende der Alten Universität und die Illuminaten

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Als Herzog Ludwig der Reiche im Jahr 1472 die Hohe Schule zu Ingolstadt eröffnete, nahm erstmals im Herzogtum Bayern eine Universität ihren Vorlesungsbetrieb auf. Die Ausstellung befasst sich mit Johann Adam Weishaupt, der 1776 in Ingolstadt den Bund der Perfectibilisten, später bekannt als Illuminatenorden, gründete, genauso wie mit Kurfürst Karl Theodor von der Pfal, der den Orden der Illuminaten in mehreren Stufen verbieten ließ.

Fleißerhaus

22. Mai bis 18. September: Frauenbilder. Eine Fotogalerie aus Fleißers Zeit.

Alte Fotografien zeigen, wie sich der Wandel des Frauenbilds von den 20er bis zu den 70er Jahren vollzogen hat. Es geht um Frauen und Mobilität und um Frauen und Beruf. Kleidung, Frisur sowie Haltung geben Einblicke in die neuen Rollen der Frau.

Bauerngerätemuseum Hundszell

3. April bis 26. Juni: Sachaufnahme - Fotografien von Helmut Bauer

Der Fotograf Helmut Bauer begeistert sich für den ästhetischen Reiz der einfachen Dinge, früher alltäglich benutzt, doch in ihrer formalen Schönheit kaum je gewürdigt. Aus den Magazinbeständen des Museums ausgewählt entfalten scheinbar banale Gegenstände eine Ästhetik von großer Kraft und archaischer Ausstrahlung.

10. Juli bis 25. September: Hopfen und Malz - Biergeschichte(n) in Zinn gegossen

Peter Bach aus Heilbronn hat sich seit Jahrzehnten der Darstellung historischer Ereignisse mit fein bemalten Zinnfiguren verschrieben. Und er hat sich hierbei auf ein einziges großes Thema spezialisiert: die Geschichte des Bieres. In Dutzenden Dioramen erzählt er auf seine humorvolle Art kleine Geschichten rund ums Brauen, Handeln, Besteuern und ums Ausschenken des flüssigen Goldes, und natürlich vom Trinken und der damit verbundenen Geselligkeit.

Deutsches Medizinhistorisches Museum

12. Mai bis 11. September: Vom Tatort ins Labor - Rechtsmediziner decken auf (im Turm Triva)

Die Ausstellung "Vom Tatort ins Labor - Rechtsmediziner decken auf" zeigt Fakten, ohne schockieren zu wollen oder mit Gruseleffekten zu arbeiten. Sie informiert über die (Routine-)Arbeit der Rechtsmediziner und führt die Besucher dabei vom Tatort zur Sektion, ins Labor und schließlich in den Gerichtssaal. Die Ausstellung wurde vom Berliner Medizinhistorischen Museum der Charité in Zusammenarbeit mit den zwei Berliner rechtsmedizinischen Instituten entwickelt.

24. November bis Frühjahr 2012: Wachs in der Medizin

Der Werkstoff Wachs und der Honig hatten und haben auch in der Medizin eine große Bedeutung. Die Winterausstellung 2011 widmet sich dem Thema Wachs aus medizin(histor)ischer Perspektive: Wachs als Arzneibestandteil bei der Behandlung von Krankheiten, als Material für die Rekonstruktion von Körperteilen, als Anschauungs- und Lehrmittel in der ärztlichen Ausbildung, als Medium für das Gebet um göttliche Hilfe in Krankheitsnöten.

Verjüngungskur für die Dauerausstellung in der Alten Anatomie

Im September 2009 hat das Team des Medizinhistorischen Museums während einer zweiwöchigen Schließung bereits die Präsentation im Erdgeschoss der "Alten Anatomie" überarbeitet. Im Sommer/Herbst 2011 wird auch das Obergeschoss entsprechend umgestaltet. Hierfür wird Ende September eine Schließung notwendig.

Museum für Konkrete Kunst

14. Januar bis 13. Februar: 100 beste Plakate 09 - Deutschland, Österreich, Schweiz (Galerie im Theater)

Nach den Ausstellungsstationen Berlin, Essen, Dornbirn, Luzern, Wien schließt die Ausstellungstournee der 100 besten Plakate 09 in Ingolstadt. Die 100 Preisträger-Plakate und -Plakatserien wurden Ende Februar 2010 aus über 1600 Einreichungen durch die Jury nominiert. Die Auswahl repräsentiert eine breite Palette des Plakat-Designs im deutschsprachigen Raum und zeigt die Arbeiten von professionellen Gestaltern und Studierenden gleichberechtigt nebeneinander - darunter auch ein Plakat des Ingolstädter Designers Darius Gondor.

20. Februar bis 3. April: Kunststücke - Pius Eichlinger (Städtische Galerie im Theater)

Pius Eichlinger - geboren 1925 in Ingolstadt - gilt als lebende Legende der Ingolstädter Kulturszene. Der Kunstpreisträger wird anlässlich seines 85. Geburtstags mit einer Ausstellung in der Reihe "Kunststücke - Kunst aus der Region" geehrt, die Arbeiten der letzten Jahre zeigen wird.

5. Februar bis 10. April: Ludwig Wilding im Kontext der Op Art

Aus Anlass des Todes ihres Gründungsstifters im Januar des vergangenen Jahre zeigt die Stiftung für Konkrete Kunst und Design im MKK eine Werkschau mit Arbeiten Ludwig Wildings, die in den Kontext der Op Art gestellt werden. Der Betrachter wird häufig aufgefordert, sich vor den Werken zu bewegen um die optischen Phänomene gänzlich zu erleben.

17. April bis 29. Mai: In Bewegung - Klaus Staudt. Arbeiten 1990-2010

Die Schau zeigt die künstlerische Entwicklung Staudts in den vergangenen zwanzig Jahren. Klaus Staudt gehört seit den 60er Jahren zu den führenden Vertretern der konstruktiv-konkreten Kunst in Deutschland. In seinem Werk beschäftigt er sich umfassend mit der Farbe Weiß in Verbindung mit den Themen Struktur und Raster unter Verwendung unterschiedlichster Materialkombinationen wie Holz und Plexiglas.

4. September bis 16. Oktober: Alexandra Martini "On Time and Culture" (Galerie im Theater) in Zusammenarbeit mit dem BBK im Rahmen der Ausstellungsreihe Kunststücke

On Time ist ein fotografisches Projekt zum Thema Zeit, das mit eigendynamischen Bezügen zwischen den Kontinenten und Kulturen arbeitet. Auf vielen Reisen fotografierte die in Ingolstadt geborene und aufgewachsene Professorin für Design, Alexandra Martini, im Laufe von 15 Jahren unzählige Uhren. Die Bilder halten Momente fest, zeigen vertraute und fremde Orte, in weit über vierzig Ländern und allen Kontinenten.

Szenenwechselprogramm 2011

Im Anschluss an die große Ausstellung "Klaus Staudt - in Bewegung" plant das MKK eine Neuhängung der Sammlung und ein umfangreiches Szenenwechselprogramm, das von Juni bis November als temporäre Einschübe im Kontext der Sammlungspräsentation stattfinden wird. Wie in den vergangenen Jahren werden mit dem Szenenwechsel junge zeitgenössische Künstler in den Dialog mit der Sammlung des MKK treten.

Galerie in der Harderbastei

6. November bis 4. Dezember: Thomas Neumaier und Hans Dollinger: Holledauer Geschichten

Die Ausstellung entwickelt das erfolgreiche Projekt der beiden Künstler von 1996 weiter. Voller Selbstironie setzten sich Thomas Neumaier und Hans Dollinger mit dem einzigartigen und sehr individuellen Kulturraum Holledau auseinander. (nr)

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