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Schulfähigkeit: Heutzutage wird genauer hingesehen

Schulfähigkeit

Heutzutage wird genauer hingesehen

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    Bis für künftige Erstklässler des Jahres 2012/2013 die Schule beginnt, dauert es noch ein paar Monate. Einschreiben müssen Eltern ihren Nachwuchs bereits diese Woche. Dabei wird die Schulfähigkeit getestet.
    Bis für künftige Erstklässler des Jahres 2012/2013 die Schule beginnt, dauert es noch ein paar Monate. Einschreiben müssen Eltern ihren Nachwuchs bereits diese Woche. Dabei wird die Schulfähigkeit getestet. Foto: Siegfried Kerpf

    Neuburg-Schrobenhausen Im September beginnt für 700 bis 800 Kinder im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen ein neuer Lebensabschnitt. Das Abenteuer Schule wartet, auch „Ernst des Lebens“ genannt. Diese Woche finden an den Schulen im Landkreis die Einschreibungen statt. Einschulung heute ist aber nicht mehr vergleichbar mit dem Prozess früher. Heute wird genauer hingeschaut. Eltern, Kindergärtnerinnen, Schulpsychologen und Lehrer entscheiden gemeinsam, welche Art zu lernen für ein Kind die beste ist und, ob es überhaupt schon bereit für die Schule ist. Bereits im Kindergarten, der Vorschule, werden die Kinder auf die Schule vorbereitet. An Informationsabenden kommen Verantwortliche der Schulen in die Kindergärten, um den Eltern alles Wichtige für die Einschulung zu vermitteln.

    Hans Betschart, Rektor der Grund- und Mittelschule Karlshuld, ist von diesem Konzept überzeugt: „Das läuft bei uns schon einige Jahre, und das sehr gut“, sagt er. An der Schule gibt es eine Lehrerin, die das Vorgehen mit dem Kindergarten koordiniert. So werden alle Vorschüler in einem spielerischen Unterricht getestet. Dabei werden sie von mehreren Lehrkräften beobachtet. Es gilt herauszufinden, ob ein Kind schulfähig ist. Das bedeutet, ist das Kind körperlich, geistig-seelisch und sozial weit genug entwickelt, um am Unterricht teilzunehmen. All das läuft in spielerischem Rahmen ab. „Außerdem haben wir die räumliche Nähe zum Kindergarten. Das ist ein großer Vorteil und die Fachleute, die die Kinder wirklich einschätzen können, stehen in regem Austausch“, ergänzt Betschart.

    Jedes Jahr gibt es aber auch Fälle, bei denen die Pädagogen genauer hinsehen müssen. „Etwa zehn bis 15 Prozent sind das“, sagt der Rektor. Diese Kinder werden dann nochmals in Kleingruppen beobachtet. Es gebe auch Eltern, die zum Schulleiter kommen und um eine genauere Prüfung ihres Sprösslings bitten. Grundsätzlich ist aber jedes Kind, das zum 30. September sechs Jahre alt ist, schulpflichtig (siehe Infokasten). Ob ein Kind eingeschult wird oder nicht, entscheidet der Rektor.

    Wie sie ihre künftigen Abc-Schützen testen, das bleibt den Schulleitern im Landkreis weitgehend selbst überlassen. Wie Dr. Gerhard Preisler, Leiter des Schulamtes Neuburg-Schrobenhausen, erklärt, gebe es einige Grundrichtlinien. „Die genauen Abläufe aber bestimmt jeder Rektor individuell“, sagt er. Das Schulamt steuert auch einen Teil zu diesem Einschulungsprozess bei. Regelmäßig werden die Fachlehrer auf Fortbildungen geschickt, damit sie auf dem Laufenden bleiben.

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