Neuburg Die Planung steht, das Feld ist bereitet und jetzt legt Audi richtig los. Nachdem die Vorarbeiten auf dem Industriegebiet zwischen Heinrichsheim und Bruck bis auf Restarbeiten bei der Altlastenbeseitigung abgeschlossen sind, soll nun mit der Bebauung begonnen werden. Erster Schritt ist die Umgestaltung der Heinrichsheimstraße. Die Details werden Audi am kommenden Dienstag zunächst im Stadtrat, tags darauf bei einer Bürgerversammlung im Kolpinghaus (Beginn 19 Uhr) vorgestellt.
Die Architekten – wie berichtet, ist auch das Neuburger Büro Herle + Herrle im Team des Generalplaners, dem Landschaftsarchitekturbüro Weinzierl aus Ingolstadt – haben mit den Experten von Audi nun ihre Arbeit abgeschlossen. Gegenüber der Grobplanung gibt es dabei kleinere Veränderungen. So wird zum Beispiel das Empfangsgebäude nicht an die Bebauung im Westen angeschlossen, sondern zur Heinrichsheimstraße hin alleine stehen und mit einem großen Vorplatz somit auch repräsentativer sein.
Jetzige Heinrichsheimstraße wird zum Geh- und Radweg
Die jetzige Heinrichsheimstraße wird entlang des Audi-Geländes zu einem zweieinhalb Meter breiten Geh- und Radweg, der von der künftigen Fahrbahn durch einen Grünstreifen getrennt ist. Damit entfällt der jetzige Schlenker am neuen Kreisel an der Staatsstraße. Die künftige Heinrichsheimstraße wird entlang des Audi-Areals in zwei, jeweils dreieinhalb Meter breite Fahrbahnen geteilt, die durch einen drei Meter breiten Grünstreifen getrennt sind. Im Bereich der Zufahrt zum Fahr- und Präsentationsgelände wird der Grünstreifen durch eine Linksabbiegespur ersetzt.
Etwas größer ausgelegt wird die Bebauung im Westen mit Werkstatt, Kompetenzcenter Motorsport, Infrastrukturgebäude und Energiezentrale. Die Höhe der Gebäude liegt zwischen 7,5 und 14,5 Meter, nur das Kompetenzcenter Motorsport schießt mit 19,4 Metern höher hinaus als zunächst im Bebauungsplan festgesetzt. Die Überschreitungen der ursprünglich festgelegten Grenzen sind zum einen nicht ungewöhnlich, zum anderen liegt alles nach wie vor im Rahmen, wie Oberbürgermeister Dr. Bernhard Gmehling erklärt. Es habe sich ja an der Baumasse nichts verändert, sondern nur Verschiebungen gegeben.
Innerhalb des 47 Hektar großen Areals werden Dynamikfläche (hier kann unter anderem Glatteis simuliert werden), eine 600-Meter-Gerade (unter anderen sollen hier Abstands- und Hindernissysteme getestet werden), eine Handlingsstrecke mit Kreuzungen und ein Off-Road-Parcours (unter anderem für Q5 und Q7) abgebildet.
Altlastenbeseitigung wird Stadt mehr kosten als geplant
Bis Audi richtig loslegt, sollte die Stadt auch die Beseitigung der Altlasten abgeschlossen haben. Wie der Rathauschef sagt, ist aller Dreck zwar ausgegraben, aber noch nicht untersucht und entsorgt. Er rechnet damit, dass die veranschlagten 320000 Euro nicht reichen werden. „Da kommt wohl noch was drauf“. Wie viel, weiß er allerdings noch nicht.