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Jahresversammlung: Kameradschaft ist keine Floskel

Jahresversammlung

Kameradschaft ist keine Floskel

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    Gemeinderat Johann Fürholzer (rechts) ist neuer Vorsitzender des Kriegervereins Weichering. Dem Vorstand gehören des Weiteren (von links) Hans Lautner (Schriftführer), Klaus Schmitt (Kassier) und Martin Volnhals (Vizevorsitzender) an.
    Gemeinderat Johann Fürholzer (rechts) ist neuer Vorsitzender des Kriegervereins Weichering. Dem Vorstand gehören des Weiteren (von links) Hans Lautner (Schriftführer), Klaus Schmitt (Kassier) und Martin Volnhals (Vizevorsitzender) an. Foto: Foto: mr

    Weichering Auch wenn nur noch wenige Teilnehmer des Zweiten Weltkrieges in der Mitgliederkartei stehen und der erste Namensteil womöglich schon beim 100-jährigen Bestehen im Jahr 2019 Geschichte sein könnte, so hat beim Krieger- und Soldatenverein Weichering die Anrede „Liebe Kameraden“ nach wie vor Gültigkeit.

    Weil er Tradition schätzt, kommt dem langjährigen Vorsitzenden und ehemaligen Bundeswehrsoldaten Dieter Amberger diese Art der Formulierung leicht über die Lippen. Schließlich sieht er den Verein noch lange in der Pflicht, an die Schrecken der Kriege zu erinnern, auch wenn diese Zeit bereits weit zurückliege. Die Leiden dieser Generationen und das Gedächtnis an die Gefallenen, dürften nicht in Vergessenheit geraten. Aber ebenso gelte es, die Gräber der Kriegsopfer fern der Heimat zu hegen und zu pflegen. Amberger redete dabei der Notwendigkeit einer Spende für die Kriegsgräberfürsorge das Wort. Doch diesbezüglich würden sich die Weicheringer Bürger geradezu beispielhaft verhalten, lobte er. Auch die Bereitwilligkeit, sich als Sammler zur Verfügung zu stellen, sei gegeben. Zehn Kameraden sind es, die in Weichering von Haus zu Haus gehen. So kam heuer das stolze Ergebnis von 1365 Euro zusammen. Hinzu kommt noch die 300-Euro-Spende eines Privatmannes.

    Mit drei Neuzugängen konnte der Verein seinen Mitgliederstand von 126 halten. Neben der Mitwirkung und Gestaltung am Volkstrauertag sowie bei vielerlei anderen Anlässen liegt dessen Hauptaufgabe in der Pflege der Kameradschaft. Besuche von Geburtstagsjubilaren gehörten ebenso zum festen Bestandteil der Vereinsarbeit wie die Teilnahme am gemeindlichen Ferienprogramm.

    Ausschließlich positive Meldungen hatten im Rahmen der Jahresversammlung im Gasthaus „Oberer Wirt“ Schriftführer Hans Lautner, Reservistenbetreuer Dieter Kreller und Schatzmeister Klaus Schmitt parat. In der Kasse herrscht zwar keine Ebbe, jedoch war eine Beitragserhöhung auf 15 Euro nunmehr unerlässlich. Schließlich stünde in acht Jahren das 100-jährige Jubiläum und somit die Restaurierung des Vereinsbanners und der Fahnenbänder an. Dazu werde jeder Groschen benötigt, hieß es. Nach 16-jähriger Tätigkeit als Vereinschef zog sich Dieter Amberger aufs „Altenteil“ zurück. Zu seinem Nachfolger wurde der bisherige Vize Johann Fürholzer gewählt. Klaus Schmitt verwaltet weiter die Kasse und Hans Lautner ist für vier weitere Jahre Schriftführer. Beisitzer sind Gerhard Walter, Josef Mandlmeier und Vitus Froschmeier. Hans Steinherr und Christian Ortner fungieren wieder als Kassenprüfer. Alois Kaltenegger ist neuer Böllerschütze. Lediglich der Posten des Reservistenbetreuers blieb vakant, es soll jedoch schnellstens ein Nachfolger für den ausgeschiedenen Dieter Kreller gefunden werden.

    Höhepunkt des Abends war die Ehrung treuer Mitglieder. Die Nadel in Silber bekamen für 25-jährige Zugehörigkeit Vitus Froschmeier, Georg Niedermeier, Albert Kerner und Hans Griebl. Mit der Nadel in Gold wurden für 40 Jahre Ludwig Winkelmeier, Anton Walter und Vitus Lautner ausgezeichnet. (mr)

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