Nach 28 Jahren an der Vereinsspitze der Weinbergschützen Mauern geht eine Ära zu Ende

Rennertshofen-Mauern Das reicht! 28 Jahre lang gestaltete und bestimmte Konrad Hermann das Vereinsleben der Mauerner Weinbergschützen an vorderster Stelle mit. Bei den jüngst abgehaltenen Neuwahlen stellte er sich – für viele Vereinsmitglieder doch überraschend – nicht mehr zur Wahl und übergab die Vereinsführung in die Hände von Magdalena Rehm.
Herrmann war das „Mädchen für alles“
Seit 1950 besteht der Schützenverein in dem Rennertshofener Ortsteil. Nach aktiven Anfangsjahren schlief das Vereinsleben jedoch nach einiger Zeit wieder ein und wurde erst 1968 wieder belebt. Damals schon ließ sich Hermann in die Pflicht nehmen und bekleidete zehn Jahre lang das Amt des zweiten Vorsitzenden. Von 1980 bis 1984 übernahm er erneut diesen Posten und rückte danach an die erste Stelle im Verein.
Seine Amtsführung war geprägt von großer Schaffenskraft und Engagement für den Verein. Als „Mädchen für alles“, so seine Nachfolgerin Magdalena Rehm, kümmerte er sich auch als Hausmeister um das Vereinsheim, das aus dem ehemaligen Mauerner Schulhaus entstanden war. 1984 packte er die Renovierung des Schießraumes an, der Verein kaufte ein eigenes Bierzelt und verlegte das Fest Mariä Himmelfahrt von dem Gelände an den Mauerner Höhlen in den Vereinsgarten, wo eigens dafür eine Grillhütte errichtet wurde. Mittlerweile gehört das Mauerner Gartenfest zum festen Bestandteil im Rennertshofener Veranstaltungskalender.
Am Schützenhaus wurde fleißig weiter gearbeitet, Hermann ließ eine Gasheizung einbauen, die sanitären Anlagen und den Aufenthaltsraum renovieren. 2001 wurde unter seiner Leitung die Schießanlage erneuert. Ein Jahr später erfolgte die Renovierung des Schützenhauses: Neue Fenster und eine neue Eingangstür wurden eingebaut und für den Schützennachwuchs ein Jugendraum geschaffen. Auch in den weiteren Jahren sorgte der rührige Schützenmeister durch den Einbau einer abgehängten Decke und einer neuen Beleuchtung im Schießraum dafür, dass die Vereinsanlagen immer in Schuss waren.
Mitgliederzahlen stiegen während seiner Amtszeit
Ein großes Anliegen war ihm auch der Sport: Immer wieder ließ er neue Luftgewehre kaufen. Auch für das von nur noch wenigen Vereinen betriebene Armbrustschießen wurde für ausgediente Waffen Ersatz besorgt. 2010 packte Hermann schließlich noch einmal mit dem Pflastern des Hofes und der Renovierung des Gastraumes kräftig an. Auch um die Vereinsverwaltung kümmerte er sich und vertrat den Verein gerne bei der Repräsentation nach außen.
Großen Erfolg konnte er auch bei der Mitgliederwerbung verzeichnen: Unter seiner Amtszeit von 1986 bis 2012 stieg die Zahl der Mitglieder von 75 auf 111. Wer „Weinbergschützen“ hörte, brachte damit immer den Namen Konrad Hermann in Verbindung. Dass solche Verdienste auf höherer Ebene nicht unbemerkt blieben, das beweisen die zahlreichen Ehrungen, die Konrad Hermann seitens des Schützengaus Pöttmes-Neuburg und des Landkreises für seine langjährige Tätigkeit als 1. und 2.Vorsitzender zuteil wurden.
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