Die Aktiven langten für ihr neues Domizil kräftig hin. Einweihung am 16. Oktober


Rennertshofen Am kommenden Sonntag, 16. Oktober, findet um 10 Uhr die Einweihung des neuen Feuerwehrhauses an der Monheimer Straße statt. Damit wird ein Projekt zu einem guten Ende gebracht, das den Marktgemeinderat seit 2002 nach dem Antrag der Feuerwehr auf ein neues Domizil in rund 30 Sitzungen beschäftigte und bei dem allein 22 Grundstücke für einen Neubau ins Gespräch gebracht wurden.
Besonders in den Jahren 2008 und 2009 schien es fast unmöglich, einen Konsens zwischen den Vorstellungen der Feuerwehr und der Gemeinde zu finden. Der Markt Rennertshofen kaufte schließlich im März 2009 das ehemalige Betriebsgebäude der Lechwerke für 750000 Euro und stellte es der Feuerwehr zur Verfügung.
Bis 1974 war die Wehr in einer Garage im Rathaus untergebracht und siedelte dann in die Trugenhofener Straße um. Doch auch dort wurde es im Laufe der Zeit zu eng, sodass die Forderungen nach einer neuen Bleibe immer lauter wurden. Im August 2010 packte die Feuerwehr den Aus- und Umbau an und schuf sich in rund 6500 freiwilligen Arbeitsstunden an über 250 Bautagen eine schmucke, zweckmäßige und modern gestaltete Heimat.
Kommandant und Bauleiter Balthasar Jungwirth ist wie seine rund 60 Helfer stolz auf das Ergebnis und freut sich, dass sich auch die Jugend vorbildlich an den Arbeiten beteiligt hat. „Unsere Vorstellungen wurden verwirklicht. Selbst während des Baus wurden neue Ideen berücksichtigt und manches noch anders ausgeführt, als ursprünglich vorgesehen“, berichtet Jungwirth. „Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde und Architekt Johannes Steinhauser hat gut geklappt.“
Gemeinde zahlte rund 850000 Euro
Die Aktiven übernahmen den kompletten Innenausbau in Trockenbauweise, die gesamte Elektro- und Beleuchtungsinstallation, die Malerarbeiten im Inneren des Gebäudes, verlegten alle Fußböden und langten auch teilweise bei der Wasserinstallation mit hin. Die Wehr bezahlte die Ausstattung der Küche, des Aufenthalts-, Fitness- und Jugendraums und die Möblierung des Mehrzweckraums aus eigener Kasse. Die Gemeinde nahm nach einer vorläufigen Kostenschätzung, nachdem noch nicht alle Schlussrechnungen vorliegen, rund 850000 Euro für die Umbau- und Erweiterungsbaukosten in die Hand. Das neu angeschaffte Versorgungsfahrzeug schlug mit 79000 Euro zu Buche. Aufwendungen für die Ausstattung und Inneneinrichtung wie beispielsweise Spinde, EDV-Anlage und EDV-Geräte, für die Möblierung des Schulungsraums oder die Werkstattausstattung betrugen rund 71000 Euro. Eine Kompakt-Schlauchpflegeeinrichtung für die Schläuche und Armaturen aller 13 Ortsfeuerwehren kostete circa 62000 Euro. An Staatszuschüssen konnte die Gemeinde 341000 Euro für sechs Stellplätze und 16500 Euro für die Kompakt-Schlauchpflegeeinrichtung verbuchen.
Keine Türschlösser, sondern Fingerscanner
Im August ist die Wehr in das neue Domizil umgezogen. Ohne Türschlüssel gelangen die Aktiven über einen Fingerscanner in die Umkleideräume. In der Fahrzeughalle haben das Tanklöschfahrzeug, das Mehrzweckfahrzeug, der Mannschaftstransportwagen, das First-Responder-Einsatzfahrzeug sowie ein Mehrzweckanhänger Platz. Eine großzügige Waschhalle für Fahrzeuge erleichtert die Fahrzeugpflege besonders in der kalten Jahreszeit.
Im komplett neu gestalteten Verwaltungsbereich befinden sich im Erdgeschoss unter anderem Küche, Dusche und Toiletten. Im Obergeschoss gibt es einen Schulungsraum, für die Jugend wurde ein eigener Aufenthaltsraum eingerichtet und im Fitnessraum können die Aktiven sportlichen Ausgleich finden. Ein großzügiger Mehrzweckraum kann für Besprechungen genutzt werden.
Das Festprogramm am Sonntag beginnt um 10 Uhr mit dem Gottesdienst, anschließend weiht Pfarrer Guggemos das Gebäude und das neue Fahrzeug. Nach den Festansprachen gibt es um 12 Uhr Mittagessen, ab 14 Uhr Kaffee und Kuchen. Am Nachmittag haben die Besucher die Möglichkeit, sich das Haus anzuschauen. Während des ganzen Tages gibt es auf dem Feuerwehrgelände keine Parkplätze.
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