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Asylbewerberheim: Misstrauisch beäugt

Asylbewerberheim

Misstrauisch beäugt

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    Eine junge Frau aus Somalia backte gerade, als (von links) Ekin Deligö und Agnes Krumwiede die Küche des Asylbewerberheims in Augenschein nahmen, rechts Regierungsvizepräsident Ulrich Böger.
    Eine junge Frau aus Somalia backte gerade, als (von links) Ekin Deligö und Agnes Krumwiede die Küche des Asylbewerberheims in Augenschein nahmen, rechts Regierungsvizepräsident Ulrich Böger. Foto: Gloria Brems

    Für die Führung über das Gelände war extra eine Delegation der Regierung von Oberbayern angereist. Allen voran Regierungsvizepräsident Ulrich Böger wurde von den Frauen ins Kreuzverhör genommen. Mitunter übertrieben misstrauisch hinterfragten sie so gut wie alles, unter anderem auch die Essensverteilung. Die nämlich steht in ihren Augen im Gegensatz zum Freiheitsgedanken. „Wer auf einer Liste ankreuzen muss, welche Lebensmittel er haben möchte, hat nicht viel Freiheit bei der Auswahl“, kritisierte Krumwiede. Und auch bei den Sanierungsarbeiten in den Wohnhäusern schauten die beiden Politikerinnen sehr genau hin. Wann die anderen Blöcke an der Reihe sind, wollten sie wissen und ob die Zimmer überbelegt seien. So sehr sich Böger mit seinen Erklärungen auch bemühte, bei den beiden Frauen hatte er einen schweren Stand. Daran konnte auch die Tatsache nichts ändern, dass sich die Lebensbedingungen in dem mit 465 Menschen belegten Asylbewerberheim in den vergangenen Jahren sehr stark verbessert haben. Das musste auch Krumwiede zugeben, als sie die inzwischen neu entstandenen Appartements mit eigener Küche und Bad in Augenschein nahm.

    Nach und nach werden die Gebäude auf dem Gelände an der Donauwörther Straße saniert, sagte Böger: „Und dabei werden nicht nur kaputte Waschbecken gegen neue ausgetauscht, sondern die Räumlichkeiten werden von Grund auf hergerichtet.“ 2018 soll die Neuburger Gemeinschaftsunterkunft geschlossen werden. Diese Aussage von Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer steht. „Mir ist nichts Gegenteiliges bekannt“, sagte Böger. Die ungewohnte Aufmerksamkeit nutzten natürlich auch einige Asylbewerber, um den Regierungs- und Bundestagsvertretern ihre Probleme bei der Arbeitsfindung oder mit der Ausländerbehörde zu schildern.

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