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Plädoyer für soziale Verantwortung

Neuburg

Plädoyer für soziale Verantwortung

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    Mehrere hundert Gäste waren der Einladung des Marktes Burgheim zum Neujahrsempfang gefolgt. Bürgermeister Albin Kaufmann freute sich über diese Resonanz und bat bei den Anwesenden, die zum Großteil aus den Bereichen des Ehrenamts stammen, um weitere aktive Mithilfe. Foto: Barbara Würmseher
    Mehrere hundert Gäste waren der Einladung des Marktes Burgheim zum Neujahrsempfang gefolgt. Bürgermeister Albin Kaufmann freute sich über diese Resonanz und bat bei den Anwesenden, die zum Großteil aus den Bereichen des Ehrenamts stammen, um weitere aktive Mithilfe. Foto: Barbara Würmseher Foto: Barbara Würmseher

    "Denn die Zeiten", so Kaufmann, "als die Großeltern und Urgroßeltern auf dem Bänkchen neben der Haustüre saßen, sind vorbei. Senioren von heute sind zum großen Teil mobil und wollen ihre Eigenständigkeit erhalten. Deshalb ist es auch Aufgabe der Kommunen, frühzeitig auf gesellschaftliche und demografische Veränderungen zu reagieren."

    Aus diesem Bewusstsein heraus stand denn auch beim Neujahrsempfang das Leaderprojekt "Wir füreinander" im Mittelpunkt. Burgheim hat sich ihm angeschlossen - wie auch zehn weitere Gemeinden im Landkreis. "Wir füreinander" - das bedeutet Hilfe für all diejenigen, die ihren Alltag vorübergehend, etwa aus gesundheitlichen oder beruflichen Gründen, nicht alleine meistern können, wie Projektleiterin Johanna Knöferl vom Caritas-Kreisverband erklärte. Profitieren könnten ältere wie junge Menschen, Menschen mit Behinderung oder Alleinerziehende. Der Caritas-Kreisverband koordiniert es und finanziert es teilweise.

    Dank für Beharrlichkeit

    Auch Leader-Manager Harry Müller stellte dieses Projekt vor. Er blickte auf den "langen Weg", den es seit dem ersten Anstoß 2003 gegangen ist, erwähnte zahlreiche Arbeitskreise, in denen es seit 2005 weiterentwickelt wurde, und freute sich, dass jetzt endlich die Zeit reif ist für die Umsetzung. "Niemand ist so reich, dass er Nachbarn nicht braucht", zitierte Harry Müller einen weisen Spruch, um die Notwendigkeit von "Wir füreinander" zu unterstreichen. Sein Dank galt all jenen, die mit Beharrlichkeit an den Rahmenbedingungen gearbeitet haben. Und diese sehen in Zahlen ausgedrückt so aus: 60 000 Euro kostet das Projekt, davon schießt Leader 30 000 Euro zu und die Laufzeit beträgt drei Jahre.

    "Nur wer kooperiert, der floriert", stellte Landrat Roland Weigert fest und maß dem Ehrenamt einen hohen Stellenwert bei. Die Tatsache, dass Neuburg-Schrobenhausen unter den bayerischen Landkreises Rang elf belegt (im Hinblick auf Arbeitsplätze, Wohnraum, Mobilität und soziale Hilfeleistung) führte er auch darauf zurück, "dass die Basis die Entwicklungen mitträgt". In diesem Sinne sei auch das Projekt "Wir füreinander" richtungsweisend, denn auch darin gehe es um Zusammenhalt.

    Christopher Hackenberg ist innerhalb der Gemeindeverwaltung Ansprechpartner für Bürger in Sachen "Wir miteinander". Er stellte seine Mannschaft vor und ging inhaltlich auf ein Lied von Tobias Ulm ein, das dieser - ein autodidaktischer Nachwuchs-Liedermacher aus Burgheim - eigens für das neue Projekt komponiert hatte und das in dem hoffnungsvollen Satz gipfelt: "Lasst uns etwas Großes vollbringen".

    Ein Miteinander im unterhaltsamen Sinne präsentierten mehrere Gruppen aus der Burgheimer und der regionalen "Showszene". Die Marktmusikkapelle unter Dirigentin Silke von der Grün spielte zünftig auf. Die Mädchen-Bauchtanzgruppe ließ - orientalisch inspiriert - gekonnt die Hüften kreisen und die Bertoldsheimer Faschingsgesellschaft präsentierte sich der Jahreszeit entsprechend tänzerisch. Und letztlich hatte man sich noch musikalische Gäste aus der Nachbarschaft eingeladen: Der Chor der Stiftung St. Johannes aus Schweinspoint war mit vier Liedbeiträgen im Gepäck angereist.

    Den Schlusspunkt unter den Neujahrsempfang setzte der Ortsgeistliche Pfarrer Werner Dippel. Er sprach anerkennende Worte und gab gute Wünsche mit auf den Weg.

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