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Gericht: Psychoterror per Telefon und SMS

Gericht

Psychoterror per Telefon und SMS

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    Terror am Telefon. Symbolbild
    Terror am Telefon. Symbolbild

    Ingolstadt Drei mal täglich hat er sie in der Arbeit angerufen, sie mit SMS bombardiert und mehrmals in der Woche ist er in dem Geschäft, in dem sie arbeitete, selbst aufgekreuzt. Irgendwann hatte die Chefin der 26-Jährigen genug: Sie kündigte ihrer Mitarbeiterin.

    Jetzt stand ein 27-Jähriger aus dem Kreis Eichstätt vor Gericht. Der monatelange Telefonterror hatte ihn vor Amtsrichter Peter Hufnagl gebracht. Nicht nur, dass seine damalige Freundin deshalb ihren Job verloren hat, sie musste sich auch wegen Depressionen in einer Fachklinik behandeln lassen. Noch heute plagen sie Angstattacken.

    Der Angeklagte wollte die angeknackste Beziehung retten

    Im Juni des vergangenen Jahres hat die Flut von SMS und Anrufen begonnen. Der Bürokaufmann aus dem Kreis Eichstätt wollte damit angeblich einen letzten Versuch starten, die angeknackste Beziehung zu retten. Stattdessen trieb er seine damalige Freundin in die Depression. Selbst, als der 26-Jährigen bereits mit Kündigung gedroht worden war, stoppte er seine Stalking-Attacken nicht.

    Im August machte sie Schluss, doch der Terror hörte nicht auf. Nicht einmal, als sie bereits so verzweifelt und mit den Nerven fertig war, dass sie sich Anfang September in psychiatrische Behandlung begeben hat. Noch immer schickte der Mann seiner Ex mindestens 20 Kurznachrichten täglich auf ihr Handy. Die Therapeuten in der Klinik konnten als Folge deutliche Stimmungseinbrüche bei der Frau ausmachen. Erst seit Februar dieses Jahres ist Ruhe, zwischen dem ehemaligen Liebespaar gibt es mittlerweile überhaupt keinen Kontakt mehr. Der Mann lebt inzwischen wieder in einer neuen Beziehung. „Hätten Sie’s früher eingesehen, hätten Sie sich das ganze Tamtam ersparen können“, fasste Hufnagl das ganze Szenario zusammen.

    Einen Strafbefehl über insgesamt 2700 Euro hatte der Mann nicht akzeptiert, so kam es zur öffentlichen Verhandlung. Seine Schuld hat er vor Gericht aber eingeräumt und so seiner ehemaligen Freundin eine Aussage erspart. Das rechnete ihm Richter Peter Hufnagl auch hoch an und reduzierte die Tagessätze von 60 auf 40. Insgesamt muss er jetzt noch 1400 Euro zahlen, weil Hufnagl auch die Höhe der Tagessätze verringert hatte. Luzia Riedhammer

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