Neuburg Es hat gedauert, bis sich am ehemaligen Hotel Rennbahn etwas getan hat. Nach einer langen Winterpause rührt sich wieder etwas auf der Baustelle. Zimmerer fertigen gerade den Dachstuhl, neue Fenster werden eingesetzt. Eigentlich hatten die Bauherren, Umberto und Gwendolyn von Beck-Peccoz, vorgehabt, bis Mitte des Jahres fertig zu werden. Mit den Plänen der Kühbacher Brauereibetreiber wird es aber wahrscheinlich so schnell wie geplant nichts. Denn in der Rennbahn hat sich sonst noch nicht viel getan. Innen befindet sich das Gebäude quasi noch im Rohbau. Im Erdgeschoss sollen eine Vinothek und – im alten unteren Kinosaal – eine Gastwirtschaft mit Platz für 80 Gäste entstehen. Aus dem großen Kinosaal soll einmal ein variabler Ballsaal werden mit Platz für 230 Gäste.
Zumindest, dass die neuen Fenster da sind, freut Robert Dießner vom Stadtbauamt. „Die sind schön geworden und passen gut zum Gebäude“, sagt er. Über den Gesamtfortschritt ist man in der Stadtverwaltung aber alles andere als begeistert. Oberbürgermeister Dr. Bernhard Gmehling habe vor einigen Wochen zuletzt mit dem Baron gesprochen und ihm deutlich gemacht, dass die Baustelle nicht ewig aufrecht erhalten werden könne. „Die müssen jetzt Gas geben“, sagt Gmehling. Die Pfalzstraße will die Stadt für die Arbeiten nicht mehr lange sperren. Der Kontakt zu Beck-Peccoz sei sporadisch, weil er schlecht zu erreichen sei.
Am Mittwoch wird das Thema "Hotel Rennbahn" nochmal im Bauausschuss angesprochen. Die Räte bekommen einen Sachstandsbericht von Robert Dießner.
Mit Baron von Beck-Peccoz hat der Oberbürgermeister auch in anderer Sache zutun. Jener ist nämlich Pächter des „Da Capo“ in der Altstadt. Das Restaurant steht seit August leer, Beck-Peccoz sucht nach einem neuen Wirt. Da sich die Suche augenscheinlich schwer gestaltet, ist auch die Stadt aktiv und sucht nach einem geeigneten Pächter. „Es ist so schade, dass ein Restaurant in dieser tollen Lage leer steht“, sagt Gmehling. Gut unterrichte Kreise mutmaßen seit geraumer Zeit schon, dass der Baron nur wenig Interesse am Objekt „Da Capo“ habe und sich bei der Suche nach einem geeigneten Wirt einfach nicht ernsthaft bemüht.