Für einen 18-jährigen Ingolstädter aus dem Stadtteil Zuchering kam gestern früh jede Hilfe zu spät: Der junge Mann starb bei einem Verkehrsunfall auf der B 16 noch an der Unfallstelle. Von Claudia Stegmann



Für einen 18-jährigen Ingolstädter aus dem Stadtteil Zuchering kam gestern früh jede Hilfe zu spät: Der junge Mann starb bei einem Verkehrsunfall auf der B 16 zwischen Neuburg und Oberhausen noch an der Unfallstelle.
Zu dem Unfall kam es laut Polizei gegen 7.15 Uhr als der 18-Jährige mit seinem Traktor mit zwei Anhängern, auf denen er je sieben Tonnen Kartoffeln geladen hatte, in einer leichten Kurve am Burgwaldberg aus bislang unbekannten Gründen von der Straße abkam. Dabei fuhr er mit dem rechten vorderen Traktorreifen auf eine abgesenkte Leitplanke, sodass die Zugmaschine einseitig in der Luft hing. Durch das Ungleichgewicht verlor der junge Mann offenbar die Kontrolle über das Gespann.
Auf der abschüssigen Strecke schoben nun die schweren Anhänger von hinten gegen das Zugfahrzeug des Traktors, das schließlich auf das Dach kippte. Dabei wurde der junge Landwirt aus dem Fahrzeug geschleudert und blieb zwischen dem Anhänger und der Leitplanke liegen. Während der vordere Anhänger stehen blieb und sich mit der Vorderachse verkeilte, kippte der hintere Anhänger um. Sieben Tonnen Kartoffeln verteilten sich daraufhin an der Unfallstelle.
Alle Wiederbelebungsversuche des Notarztes blieben erfolglos. Um dem jungen Mann vielleicht doch noch zu helfen, flog nach den Worten von Rettungsdienstleiter Peter Erdle der eingesetzte Rettungshubschrauber sogar eigens von der Unfallstelle zur Berufsfeuerwehr nach Ingolstadt, um ein spezielles Reanimationsgerät zu holen. Diese mutmaßliche Hilfe kam allerdings zu spät: Als der Hubschrauber wieder in Neuburg landete, war der 18-Jährige bereits tot.
Die Bundesstraße war bis 12 Uhr wegen der Bergungsarbeiten komplett gesperrt. Der Verkehr wurde großräumig über Burgheim und Rennertshofen umgeleitet. Zur Verkehrsregelung waren die Feuerwehren aus Neuburg und Oberhausen eingesetzt. Die Bergung der Ladung wurde vom THW Neuburg übernommen. Außerdem kümmerte sich ein Notfallseelsorger um den zwischenzeitlich am Unfallort eingetroffenen Vater des Verunglückten. Den Schaden beziffert die Polizei auf rund 90 000 Euro.
Unfall und Wasserrohrbruch sorgen für Verkehrsstau
Der Unfall war ein Grund, warum es im Laufe des Vormittags in der Neuburger Innenstadt zu einem Verkehrsstau kam. Denn während sich viele Autofahrer von der Monheimer Straße kommend über die Donaubrücke in Richtung Innenstadt schoben, wurden gleichzeitig die Autos von der Donauwörther Straße kommend über den Bahnhof umgeleitet. Grund: In der Theresienstraße gab es einen Wasserrohrbruch. Anwohner hatten den Stadtwerken am Morgen den Schaden gemeldet, nachdem sich auf dem Gehweg vor der Hausnummer 198 (ehemaliges SPD-Büro) mehrere Rinnsale aufgetan hatten. Die Theresienstraße musste daraufhin stadteinwärts gesperrt werden. Eine Firma aus Bruck hob ein Loch aus und wechselte in Rekordzeit ein dringend sanierungsbedürftiges Wasserrohr aus. Bis zum späten Nachmittag war der Schaden dann wieder behoben, wie Pressesprecher Bernhard Mahler auf Nachfrage bestätigte. Die Straße wurde daraufhin wieder freigegeben.
Der Verkehrsstau verzögerte auch die Bauarbeiten in der Luitpoldstraße, weil ein Teil des Bautrupps aus Burgheim wegen des Unfalls am Morgen auf der Bundesstraße selbst im Stau steckte. Deshalb konnte erst am späten Vormittag die Straße wie geplant einseitig gesperrt werden. Von Claudia Stegmann
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