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Rossschwemme: Treppe hängt in der Luft

Rossschwemme

Treppe hängt in der Luft

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    Ein guter halber Meter fehlt bei einem niedrigen Wasserpegel zur letzten Stufe an der Rossschwemme. Für die Fischergassler unmöglich zum Anlanden.
    Ein guter halber Meter fehlt bei einem niedrigen Wasserpegel zur letzten Stufe an der Rossschwemme. Für die Fischergassler unmöglich zum Anlanden. Foto: Stadt

    Neuburg Was fehlt, sind drei Stufen. Aber diese sorgen für jede Menge Wirbel. Es geht um einen „Schandfleck“, dessen Ausbesserung den Stadträten nun doch zu viel Geld kosten würde.

    Vor allem die Fischergassler sind empört, dass die Stadtoberen wieder eine Rolle rückwärts machen. Vor knapp vier Jahren nämlich wurde schon einmal über die Treppe an der Rossschwemme diskutiert. Das Problem nämlich ist, dass die Treppe hinunter zur Donau zu kurz ist. Bei Niedrigwasser liegen die Stufen bis zu einem halben Meter über der Oberfläche.

    „Unmöglich, dass wir Gäste dort aussteigen lassen“, schimpft Helmut Kumpfe. Er ist zweiter Kerzenmeister bei den Fischergasslern, die pro Sommer rund 50 Fahrten mit ihren Zillen auf der Donau machen. Oft sind es Hochzeitsgesellschaften, die von der Rossschwemme hinunter zum Arco-Schlösschen gebracht werden wollen. Doch fällt der Wasserstand unter 2,20 Meter, wird es kritisch. Dann müssen die Zillenfahrer samt Gästen auf die Posttreppe ausweichen. Aber dies ist nur ein Grund, der die Fischergassler veranlasste, drei weitere Stufen an der Rossschwemmtreppe zu beantragen. „Es schaut auch einfach nicht schön aus, wenn man von der Brücke oder dem Wasser aus auf den Donaukai blickt“, sagt Kumpfe. Im vergangenen Jahr sei der „Schandfleck“ monatelang zu sehen gewesen.

    Vor vier Jahren noch hatten das auch die Stadträte so gesehen und beschlossen, die Treppe zu verlängern. Am Mittwoch im Bauausschuss sollte nun eigentlich nur der Auftrag vergeben werden. Doch die Diskussion endete in einem Gesinnungswandel. Rund 48000 Euro würden die drei Treppenstufen kosten. „Purer Luxus“, befand Stadträtin Anita Kerner (FW) und Otto Heckl (CSU) sprach von den „teuersten Stufen der Stadt“. Das könne man dem Steuerzahler gegenüber nicht verantworten.

    An dem Votum 11:2 konnte auch die Tatsache nichts ändern, dass es für die Maßnahme Fördermittel in Höhe von 20000 Euro geben würde. „Damit kämen wir auf exakt den gleichen Betrag, den wir schon 2008 ermittelt hatten“, argumentierte Paul Leikam von der Stadtverwaltung. Damals seien 30000 Euro veranschlagt worden, die die Stadträte damals abgenickt hatten. Doch in der Zwischenzeit wurde eine Fördermöglichkeit aufgetan, sodass die Stadt trotz gestiegener Kosten (inzwischen 48000 Euro) die gleichen 30000 Euro würde berappen müssen wie vor vier Jahren. Dennoch blieb es dabei. Die Treppe hängt auch künftig hin und wieder in der Luft.

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