Ingolstadt/Burgheim/Illdorf Der Stolz stand den Verantwortlichen des FC Illdorf ins Gesicht geschrieben: Mit breitem Lächeln nahmen Hans Meier und einige Vereinskollegen den schicken Pokal entgegen. Doch es war nicht etwa ein fußballerischer Erfolg, der zu dieser Auszeichnung führte. Der FC Illdorf wurde für die energetische Sanierung seines Sportheims mit dem „LEW Energieeffizienzpreis“ ausgezeichnet. Die Verleihung fand gestern im Rahmen der Fachmesse „Energiesparen für Sportvereine“ des Bayerischen Landes-Sportverbandes erstmals im Ingolstädter Audi Sportpark statt.
Stolze 66 Bewerbungen aus ganz Bayern gab es für den heuer erstmals ausgelobten Preis. Keine leichte Entscheidung für die Jury, da drei Gewinner auszusuchen. Mit dem stimmigen Konzept konnte der FC Illdorf allerdings überzeugen und schließlich den Pokal in der Kategorie „Sanierung“ mit nach Hause nehmen.
Das Preisgeld in Höhe von 2500 Euro soll nach Auskunft Meiers erstmal zum Abbau der Schulden beitragen. Denn die Generalsanierung des im Jahr 1980 erbauten Sportheims kostete eine Stange Geld. Über 580000 Euro waren es. Nicht eingerechnet sind die etwa 16000 unentgeltlichen Arbeitsstunden der Vereinsmitglieder. Dass sich alle Anstrengungen lohnten, belegt nicht nur die Auszeichnung: „Wir haben schon während der Bauphase 40 neue Mitglieder hinzugewonnen. Es gibt eine neue Karategruppe und eine Gymnastikgruppe ist gerade im Entstehen,“ erklärt Meier.
Nachdem sich der Zustand des Sportheims stets weiter verschlechterte, musste dringend saniert werden. Dabei legte der Verein höchsten Wert auf Energieeffizienz, isolierte Decken und Böden und baute allerlei High-Tech-Geräte ein, die künftig Ressourcen und Geldbeutel schonen sollen. Mit dem Projekt bewarb sich der 1959 gegründete Verein, der derzeit über 460 Mitglieder zählt, beim BLSV – und siegte prompt. Vom 13. bis 15. Juli soll das neue Vereinsheim mit einem großen Fest offiziell eingeweiht werden.