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Arbeitsmarkt: Vom Job-Beschaffer zum Mitarbeiter-Finder

Arbeitsmarkt

Vom Job-Beschaffer zum Mitarbeiter-Finder

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    Vom Job-Beschaffer zum Mitarbeiter-Finder
    Vom Job-Beschaffer zum Mitarbeiter-Finder

    Bei diesen Zahlen könnte man auf die Idee kommen, dass die Mitarbeiter der Agentur für Arbeit in Neuburg nur Däumchen drehen. Erstmals wurde im vergangenen Jahr die Schallmauer von unter zwei Prozent bei der Arbeitslosenquote durchbrochen. Und obwohl Geschäftsstellenleiter Anton Schäringer durchaus verwöhnt ist, was die positiven Meldungen aus dem Neuburger Arbeitsamt betrifft, hätte er nicht gedacht, dass die Quote einmal eine Eins vor dem Komma hat.

    Dennoch haben seine Leute allerhand zu tun, denn die Region hat ein ganz anderes Problem: den Facharbeitermangel. „Unsere Riesenaufgabe ist derzeit, die Arbeitgeber mit geeigneten Mitarbeitern zu versorgen“, sagt Schäringer. Ingenieure, aber auch Bäcker und Metzger werden händeringend gesucht. Aber der Markt scheint wie leer gefegt. „Wenn sich tatsächlich einmal einer bei uns meldet, ist er gleich wieder weg“, sagt Schäringer.

    Schwerer tut sich die Agentur für Arbeit bei der Vermittlung von Arbeitssuchenden im Alter von 50 plus. Über 30 Prozent der Menschen ohne Job sind mittlerweile zwischen 50 und 65 Jahre alt, sagt Schäringer: „Da kommt eine neue Daueraufgabe auf uns zu.“ Zwar brächten die Älteren Berufserfahrung mit, dafür sind sie weniger flexibel und mobil und haben oft auch gesundheitliche Probleme. Gerade in den Handwerksberufen ist es nicht leicht für ältere Menschen wieder einen Job zu finden. Die älter werdende Bevölkerung und die Rente mit 67 werden ihr Übriges tun, damit die Vermittlung der Generation 50 plus für die Agentur für Arbeit in Zukunft wohl zur Hauptaufgabe wird.

    Die Krise der vergangenen Jahre, von der Neuburg und Umgebung ohnehin eher weniger betroffen war, ist überwunden. Kurzarbeit gibt es so gut wie gar nicht mehr. Lediglich die saisonale Kurzarbeit habe sich in der Baubranche etabliert. Rund 500 Arbeitnehmer beziehen derzeit Kurzarbeitergeld. „Eine gute Möglichkeit, um Schlechtwetterphasen zu überbrücken, ohne dass die Firmen ihre Mitarbeiter ausstellen müssen“, findet Schäringer.

    Für 2012 blickt der Agentur-Chef optimistisch in die Zukunft: „Ich denke wir werden das Niveau halten, denn viel weiter nach unten kann es nicht mehr gehen.“

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