Er hatte den Sieg schon vor Augen, doch kurz vor dem großen Finale heute Abend musste sich Zipfelalmwirt Thomas Balmer gestern kurz nach 17 Uhr geschlagen geben. Sein Zipfellied, mit dem er sich um den Wiesn-Hit 2012 beworben hatte, flog gestern raus. Auf den letzten Metern hatte er die wenigsten Stimmen der Top-3-Titel.
Thomas Balmer ist nicht enttäuscht
Die Enttäuschung war ihm deshalb am Telefon auch anzuhören, auch wenn er sich als tapferer Verlierer gab. „Ach nee, ich bin nicht enttäuscht“, sagte er. Er sei schon stolz darauf, als Solosänger überhaupt so weit gekommen zu sein. Seine beiden Konkurrenten, die jetzt im Finale stehen, sind dagegen Gruppen, die naturgemäß eine viel größere Fangemeinde hätten, ist sich Balmer sicher. Und die wären natürlich fleißig vor dem PC gesessen und hätten täglich für ihre Band abgestimmt.
So hat sich der Bierpreis auf der Wiesn entwickelt
1971 kostete die Mass Bier nur höchstens 2,95 D-Mark.
1975 waren es 3,75 Mark.
1980 stieg der Preis auf 4,90 Mark.
Bis zu 6,30 Mark musste man 1985 bezahlen.
1990 war der Spitzenpreis bei 7,55 Mark.
1995 kletterte der Mass-Preis auf 10,40 Mark.
2000 waren es schon stolze 12,60 Mark.
2005 gibt es den Euro und die Mass kostet bereits 7,25 Euro.
Bis zu 8,90 Euro musste man im Jahr 2010 für sein Wiesn-Bier hinblättern.
Und wieder ging es rund 40 Cent hinauf. 2012 ist der Preis für eine Mass bei teuren 9,50 Euro.
2013 kostete eine Mass zwischen 9,40Euro und 9,85 Euro.
2014 wurde auf dem Oktoberfest erstmals die 10-Euro-Marke für eine Mass Bier geknackt! In manchen Zelten lag der Preis für einen Liter Bier bei 10,10 Euro. Die billigste Mass gab es für 9,70 Euro.
Unter 10 Euro gab es im Jahr 2015 kein Bier mehr auf der Wiesn: Die günstigste Mass lag bei 10 EUro, die teuerste bei 10,40 Euro. Im Durchschnitt kostete ein Liter Bier 10,22 Euro.
Um 3,11 Prozent ist der Bierpreis im Jahr 2016 gestiegen: Die Mass kostete zwischen 10,40 und 10,70.
Von der Musik und speziell vom Zipfellied will der gebürtige Schweizer vorerst nichts mehr wissen. „Jetzt macht ich erst mal Pause“, sagte er. Stattdessen will er aufs Oktoberfest fahren und sich dort natürlich den Wiesn-Hit anhören. Zur Auswahl stehen noch die Rockaholixs Buam, mit denen die Oktoberfest-Besucher zu einem „An der Nordseeküste“-Cover schunkeln könnten oder die Blechblos’n, die in die Gitarrensaiten hauen und in guter Rockmanier „Living in Bavaria“ singen. Der Gewinner des Wettbewerbs steht noch nicht fest. AZ