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Zu Ehren des Prinzregenten

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Zu Ehren des Prinzregenten

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    Zu Ehren des Prinzregenten
    Zu Ehren des Prinzregenten

    Neuburg Die Straße ist benannt nach Prinzregent Luitpold von Bayern. Er wurde am 12. März 1886 als Sohn König Ludwigs I. und Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausens in Würzburg geboren. Luitpold liebte schon als Knabe die Natur und die Berge seiner Heimat. Früh begann er mit seinem leidenschaftlichen Hobby, der Jagd. Als 14-Jähriger trat er in die bayrische Armee (Artillerie) ein und avancierte im 20. Lebensjahr zum Oberst. Luitpold liebte die Malerei, in München brach eine fruchtbare Zeit der bildenden Künste an, in der nicht nur die Meister der alten Schule, sondern auch die moderne und engagierte Kunst ihren Platz bekamen.

    Bei einer Auslandsreise lernte er seine Ehefrau kennen

    Bei einer seiner ausgedehnten Auslandsreisen lernte er seine spätere Ehefrau, Erzherzogin Auguste Ferdinande von Österreich-Toskana, kennen. Das Paar heiratete am 15. April 1844 in Florenz, aus der Ehe gingen vier Kinder hervor.

    Im Deutschen Krieg von 1866 befehligte er eine Division gegen die Preußen, wurde Generalfeldzeugmeister und Generalinspekteur der bayrischen Armee. Nachdem König Ludwig II. entmündigt worden war, übernahm Luitpold am 10. Juni 1886 die Herrschaft im Königreich Bayern und führte die Staatsgeschäfte anstelle Ludwigs als Prinzregent. Als Ludwig II. drei Tage später im Starnberger See ertrank, folgte ihm sein jüngerer Bruder Otto I. offiziell auf den bayerischen Thron. Da Otto aber seit seiner Jugend geisteskrank und damit regierungsunfähig war, übte Prinzregent Luitpold auch für ihn die Regentschaft aus. Luitpold starb am 12. Dezember 1912 im Alter von 91 Jahren in München, er ist in der Theatinerkirche in München beigesetzt.

    Ein Teil wurde früher als „Poststraße“ geführt

    Die Neufassung der Katasterkarte (Staatsarchiv Neuburg Plansammlung O 83b) enthält für die heutige Luitpoldstraße die Bezeichnung „Poststraße“, jedoch nur für den Abschnitt von der Münchener Straße bis zur Weinstraße. Weil im nördlichen Teil von der Weinstraße bis zum Elisenplatz früher Turniere und Rennen stattfanden, hieß dieser Straßenabschnitt „Rennplatz“, siehe hierzu Stadtplan von 1876. Im Gebäudeverzeichnis von 1882 lautet die Benennung: „Rennbahnplatz“. Der Name des Hotels Rennbahn stammt aus dieser Zeit.

    1942 gab es hier die „Adolf-Hitler-Straße“

    Am 25. November 1942 wurde die Luitpoldstraße umbenannt in „Adolf-Hitler-Straße“, die Anlagen an der neu benannten Adolf-Hitler-Straße bekamen den Namen „Luitpoldanlagen“. Diese Anlagen sind in den 1860er Jahren durch Auffüllung des Stadtgrabens gewonnen worden. Während die im Dritten Reich erfolgten Umbenennungen am 25. Juni 1945 grundsätzlich rückgängig gemacht wurden und es seitdem wieder die Luitpoldstraße gibt, behielten die Luitpoldanlagen als eine der wenigen Ausnahmen ihren Namen bei.

    Die kleine Serie erscheint immer mittwochs.

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