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Zukunft des Jugendtreffs weiter offen

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Zukunft des Jugendtreffs weiter offen

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    Wie geht's weiter mit dem Jugendtreff Heinrichsheim? Diesen Flachbau haben die Jugendlichen einst selber hergerichtet und gestrichen. Doch zum Juli 2011 läuft der Vertrag mit der Eigentümerin der Grundstücksfläche aus. Wo die jungen Mitglieder künftig unterkommen können, ist bisher noch nicht geklärt. Fotos: Özlü
    Wie geht's weiter mit dem Jugendtreff Heinrichsheim? Diesen Flachbau haben die Jugendlichen einst selber hergerichtet und gestrichen. Doch zum Juli 2011 läuft der Vertrag mit der Eigentümerin der Grundstücksfläche aus. Wo die jungen Mitglieder künftig unterkommen können, ist bisher noch nicht geklärt. Fotos: Özlü

    Doch die Idee komme reichlich spät, wie ein Jugendlicher befand. "Die Stadt weiß doch schon länger, dass wir ab Juli 2011 eine neue Unterkunft brauchen, wieso wurde bisher nicht gehandelt", fragte er. Tatsächlich drängt die Zeit: Das Gebäude in dem sich die jungen Vereinsmitglieder treffen, gehört der Familie Knothe. Die lässt den Vertrag in zehn Monaten auslaufen. Jugendreferentin Doris Stöckl wehrte sich gegen den Eindruck, die Stadt habe die Problematik verschlafen: Die Grundstücksverhandlungen wegen des neuen Heinrichsheimer Bürgerhauses hätten sich einfach so lange hingezogen. Denn dort könnte der Jugendtreff auch ein neues Zuhause finden, wenn es nach dem Willen einiger Stadträte geht. Der neue Kindergarten soll nördlich der Heinrichsheimstraße in Richtung der Schulstraße entstehen. "Hier wäre ein eigenes Gebäude mit separatem Eingang für euch denkbar", schlug Kindergartenreferentin Brigitte Bößhenz vor.

    Die Idee stieß bei den Jugendlichen auf positives Echo. Befürchtungen, es könnte zu "Zielkonflikten" zwischen den Kleinsten und den Jugendlichen kommen, wie dritter Bürgermeister Horst Gutjahr bemerkte, sehen sie gelassen. Schließlich seien die Verkehrszeiten des Jugendtreffs vor allem abends, wenn die Kinder längst zu Hause sind.

    Gerlinde Walter, die zusammen mit ihrem Mann Roland, den Verein betreut, sprach sich dagegen für eine andere Option aus: Die Jugendlichen sollten den alten Kindergarten in Schuss bringen und dann dort einziehen - genau so, wie sie es mit ihrer jetzigen Bleibe auch gemacht haben. "Das Grundstück umfasst 1800 Quadratmeter", gab Roland Egen, Leiter des Ordnungsamtes zu bedenken. Das sei für einen Jugendtreff alleine viel zu groß, bestätigte ihn die Städträtin Bößhenz. Mit Blick auf die Quadratmeterpreise von etwa 200 Euro hätte die Stadt ein finanzstarkes Argument für einen Verkauf der gesamten Fläche. Warum dann nicht teilen, fragte ein Teilnehmer. Die Stadt könnte doch einen Großteil der Wiese abtrennen, um das Gebäude selber den Jugendlichen zur Verfügung zu stellen. Die Stadträte schienen nicht überzeugt, aber versprachen die Wünsche im Stadtrat weiter zu geben.

    Die Mitglieder des Jugendtreffs plagen aber auch andere Sorgen. Ihr Verein ist vor allem bei über 18-Jährigen beliebt. Die Minderjährigen gehen lieber in den umliegenden Bauwagen feiern. "Die schenken dort unkontrolliert Schnaps in Massen aus und verdienen auch noch kräftig dabei", beklagte sich ein Jugendlicher. Stadtrat Horst Winter kennt die Problematik, verwies aber auf die Privatgrundstücke, auf dem die Bauwagen stehen: "Als Stadt sind wir da machtlos." Aber die Jugendlichen des Treffs sehen das anders. Die Konkurrenz zu ihrem Angebot mit erwachsenen Aufsichtspersonen müsste von den Behörden viel öfter kontrolliert werden.

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