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Zaubertage: Zwischen Wirklichkeit und Wahnsinn

Zaubertage

Zwischen Wirklichkeit und Wahnsinn

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    Die Psychiater schlüsseln auf, dass „Rose“ lediglich ein Projekt war und die fiktive Patientin nur eine Erfindung.
    Die Psychiater schlüsseln auf, dass „Rose“ lediglich ein Projekt war und die fiktive Patientin nur eine Erfindung.

    Skurril, verwirrend, faszinierend: Mit einem Bühnenstück der etwas anderen Art brachten die Ingolstädter Zaubertage diesmal magische Momente ins Stadttheater Neuburg. Statt einer trickreichen Show im herkömmlichen Sinne entspann das Schweizer Quartett „Zauberpack“ ein seltsames Geflecht aus Theater, Kabarett und Varieté. „Irritationen“ war dabei nicht nur der Titel, sondern auch Programm. Denn wer konnte bei dieser fantastischen Handlung noch sagen, was Schein war und was Wirklichkeit?!

    Erzählt wurde die Geschichte von Rose, einer Patientin der Nervenheilanstalt, einer multiplen Persönlichkeit, die oft in Rätseln sprach und traumatische Erlebnisse ihres Lebens in einem Tagebuch festhielt, dessen einzelne Kapitel wie in Binnenhandlungen zum Leben erweckt wurden. Absonderliche Szenen entwickelten sich daraus, Zerrbilder einer Wirklichkeit, die nahtlos mit Hirngespinsten verschmelzen. Therapeutisch betreut wurde Rose von drei Psychiatern, die allesamt selbst dem Wahnsinn näher zu stehen schienen, als dem gesunden Menschenverstand.

    Verkleidung und bizarre Wandel der Charaktere gehörten mit zum Spiel: Christoph Borer gab den leicht abwesenden Professor ebenso überzeugend wie den Zauberer und den Bücherwurm. Franziska Flückiger war die frivole Tänzerin und Sängerin, aber auch die spröde Analytikerin. Lorenz Schär war der Unauffällige im Ärzte-Trio einerseits, der Womanizer andererseits. Und Nadia Schürmann verkörperte die schizophrene Patientin wie auch die mordlustige polnische Witwe, die nur zu gerne mit Gift hantierte.

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