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FC Ingolstadt 04: Emotionen im Abstiegskampf

FC Ingolstadt 04

Emotionen im Abstiegskampf

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    Emotionen nach dem Schlusspfiff: Alemannia-Manager Erik Meijer (Zweiter von rechts) versucht FC 04-Trainer Tomas Oral (rechts) zu beruhigen.
    Emotionen nach dem Schlusspfiff: Alemannia-Manager Erik Meijer (Zweiter von rechts) versucht FC 04-Trainer Tomas Oral (rechts) zu beruhigen.

    Der Abstiegskampf hinterlässt bekanntlich seine eigenen Spuren. Neben der körperlichen und mentalen Robustheit ist bei den Verantwortlichen, Trainern und Spielern in dieser überaus wichtigen Phase vor allem eines gefragt: gute Nerven! „Man darf nicht vergessen, dass es dabei nicht nur um Spielerverträge, sondern auch Arbeitsplätze im Verein, sprich Existenzen geht“, weiß Stefan Leitl.

    Hatten sich der Kapitän des FC Ingolstadt 04 und sein Team in den vorangegangenen 90 Minuten mit dem Tabellenletzten Alemannia Aachen im heimischen Audi-Sportpark über weite Strecken zwar wahrlich kein hochklassiges, dafür aber vor allem in der zweiten Halbzeit spannendes Aufeinandertreffen geliefert, so kochten die Emotionen nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Christian Fischer (Hemer) auf beiden Seiten regelrecht über.

    Zielscheibe der Gäste-Akteure sowie deren neuer Trainer Ralf Außem war dabei der Unparteiische, der den Schanzern ihrer Meinung nach einen Foulelfmeter in der 75. Minute nach einem Zweikampf von Seyi Olajengbesi und Ingolstadts Angreifer Manuel Schäffler „geschenkt“ hatte. Mittendrin im Gewühl: FC 04-Cheftrainer Tomas Oral. „Ich wollte dem Schiedsrichter nur die Hand schütteln, als es plötzlich von Aachener Seite Pöbeleien gegen mich gab“, so Oral, der die aufgeheizte Stimmung nach der Partie jedoch nicht allzu hoch hängen wollte. „Es waren viele Emotionen von allen dabei. Manchmal erkennt man sich selbst in solchen Situationen nicht wieder“, fügte der Ingolstädter Chefcoach schließlich noch mit einem Augenzwinkern an.

    Obwohl Oral selbst mit der Hereinnahme von Manuel Schäffler in die Startformation (er ersetzte den aufgrund seiner fünften gelben Karte gesperrten Caiuby) ein glückliches Händchen bewiesen hatte – der Ex-Löwe holte nicht nur den Strafstoß zum 2:3 heraus, sondern erzielte in der 90. Minute per Kopf auch noch den 3:3-Ausgleich –, war er von großer Freude oder Zufriedenheit weit entfernt. „Ich sehe den Spielausgang mit gemischten Gefühlen und weiß daher auch noch nicht, wie ich ihn letztlich einordnen soll“, resümierte der Schanzer Übungsleiter. Zum einen leisteten sich seine Schützlinge bei den drei Gegentreffern durch Marco Stiepermann (13./53.) und Seyi Olajengbesi (45.) in Form von Marvin Matip, Marino Biliskov und Ralph Gunesch haarsträubende Fehler. Zum anderen bewiesen die Oberbayern – wie schon in etlichen vorangegangenen Partien, als sie ebenfalls mit dem Rücken zur Wand standen – eine großartige Moral. Ein Eigentor von Stiepermann (42.), ein verwandelter Strafstoß von Stefan Leitl (75.) sowie Schäfflers „Last-Minute-Treffer“ (90.) sorgten dafür, dass die beeindruckende Serie auf nunmehr zwölf ungeschlagenen Partien in Folge ausgebaut beziehungsweise der Sechs-Punkte-Vorsprung auf den Relegationsplatz (Karlsruhe) verteidigt wurde.

    „Nachdem wir in der ersten Halbzeit keinen Zugriff auf dieses Match bekommen haben, sind wir mit zunehmender Dauer immer besser reingekommen und letztlich auch für unseren enormen Willen belohnt worden“, so Schäffler, der sich bereits im ersten Durchgang als einer der wenigen FC 04-Lichtblicke erwies. Pech für ihn, dass sein regulärer Tor zum vermeintlichen 1:1-Ausgleich (39.) aufgrund einer angeblichen Abseitsstellung von Adam Nemec keine Anerkennung fand. „Keine Ahnung, warum der Linienrichter da mit der Fahne gewunken hat. Aber zum Glück hat sich dieser Fehler nicht gerächt“, meint der Ingolstädter Stürmer. Seinem „Köpfchen“ sei Dank!

    FC Ingolstadt 04: Özcan – Görlitz, Biliskov, Gunesch, Schäfer – Bambara (56. Haas), Matip (72. Quaner) – Heller, Leitl – Schäffler, Nemec (69. Akaichi).

    Alemannia Aachen: Waterman – Falkenberg, Casper (46. Stehle), Olajengbesi, Achenbach – Demai, Streit – Odonkor, Hadouir (78. Sibum), Uludag – Stiepermann (82. Radu)

    Tore: 0:1 Stiepermann (13.), 1:1 Stiepermann (42./Eigentor), 1:2 Olajengbesi (45.), 1:3 Stiepermann (53.), 2:3 Leitl (75./Foulelfmeter), 3:3 Schäffler (90.). – Schiedsrichter: Fischer (Hemer). – Zuschauer: 6062.

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