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FC Ingolstadt 04: Meister der Effizienz

FC Ingolstadt 04

Meister der Effizienz

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    Und rein damit: Mit seinem Ausgleichstor in der 71. Minute rettete Ingolstadts „Joker“ Ahmed Akaichi (links) den Schanzer das 1:1-Unentschieden beim Aufstiegsaspiranten Eintracht Frankfurt (rechts Torhüter Oka Nikolov).
    Und rein damit: Mit seinem Ausgleichstor in der 71. Minute rettete Ingolstadts „Joker“ Ahmed Akaichi (links) den Schanzer das 1:1-Unentschieden beim Aufstiegsaspiranten Eintracht Frankfurt (rechts Torhüter Oka Nikolov).

    Wenn man den Fußball-Profis des FC Ingolstadt 04 in diesen Tagen, Wochen und Monaten eines sicherlich nicht vorwerfen kann, dann ist es die Tatsache, dass sie keine gute Moral besäßen. Nicht nur, dass die Schützlinge von Trainer Tomas Oral vor der gestrigen schweren Auswärtspartie bei Eintracht Frankfurt als einziges Zweitliga-Team in der Rückrunde noch ungeschlagen waren beziehungsweise seit nunmehr zwölf Begegnungen hintereinander den Platz mit mindestens einem Zähler verließen. Auch war es die Art und Weise, wie sich die Schanzer diese beeindruckende Serie erkämpften. So auch am Sonntag im Heimspiel gegen Alemannia Aachen, als man in der Schlussviertelstunde aus einem 1:3-Rückstand noch ein wichtiges 3:3-Unentschieden machte.

    Dass diese Erfolgsbilanz irgendwann ein Ende finden würde, dessen waren sich die Verantwortlichen und Akteure des FC 04 freilich bewusst. Und es wäre auch keine allzu große Überraschung gewesen, hätte sich am Mittwochabend in der Frankfurter Commerzbank-Arena der letztjährigen Bundesliga-Absteiger und Aufstiegsfavorit als „Spielverderber“ für die Schanzer erwiesen. Doch es kam (wieder einmal) anders.

    Zwar erwischten die Gäste vor den 38000 Zuschauern nicht gerade den besten Start und wirkten in einigen Situationen – gerade im Spielaufbau sichtlich nervös und ohne das eigentlich vorhandene Selbstvertrauen (Marino Biliskov: „Ich habe von der ersten Minute an gespürt, dass wir einfach zu viel Respekt vor der Eintracht gezeigt haben.“). Doch immerhin gelang es der Oral-Truppe bis zur 49. Minute, größeren Schaden vom eigenen Kasten abzuwenden. „Wir wollten den spielstarken Frankfurtern möglichst wenig Räume bieten. Das ist uns eigentlich recht gut gelungen“, resümierte der FC 04-Chefcoach und fügte hinzu: „Wenn es etwas gefährlich vor unserem Kasten wurde, dann nach Standards beziehungsweise Flanken aus dem Spiel heraus.“ Oder aber nach haarsträubenden Fehlern seiner Truppe. Hatte diese in der 22. Minute noch das Glück auf ihrer Seite, als ein Gunesch-Patzer noch folgenlos blieb, so wurde man drei Zeigerumdrehungen nach Wiederbeginn doch bestraft: Nach einem Ikeng-Fehlpass in der eigenen Hälfte leitete Sebastian Rode das Leder zum frei stehenden „Mo“ Idrissou weiter, der Ingolstadts Keeper Ramazan Öczan keine Chance ließ – die Eintracht schien auf Kurs!

    Allerdings nur bis zur 71. Minute. Nachdem Oral dreimal ausgewechselt und seine bis dahin kaum stattgefundene Offensive mit Collin Quaner, Adam Nemec und Ahmed Akaichi verstärkt hatte, schlug es plötzlich hinter dem verdutzten Eintracht-Schlussmann Oka Nikolov ein. Mit dem ersten (!) gefährlichen Angriff gelang Akaichi der zu diesem Zeitpunkt mehr als überraschende 1:1-Ausgleich. Kurzum: Die Schanzer hatten sich damit als „wahrer Meister der Effizienz“ erwiesen.

    Dass es am Ende trotz weiterer Frankfurter Chancen bei diesem „wertvollen Punkt“ (Andreas Görlitz) blieb, war aus FC 04-Sicht freilich um so wichtiger, da die direkte Konkurrenz im Abstiegskampf aus Karlsruhe (2:0 gegen Dresden), Rostock (1:0 in Cottbus) und Aachen (2:0 gegen Bochum) jeweils dreifach punktete und somit den Rückstand auf die Oberbayern, die am Sonntag (13.30 Uhr) den KSC zum „ersten von vier Endspielen“ (Oral) empfangen, auf vier (Relegation) beziehungsweise fünf (erster Abstiegsplatz) verkürzte.

    Frankfurt: Nikolov – Jung, Anderson, Schildenfeld, Butscher (76. Matmour) – Schwegler – Rode (72. Kittel), Köhler – Meier – Hoffer (80. Friend), Idrissou.

    FC Ingolstadt 04: Özcan – Görlitz, Biliskov, Gunesch, Schäfer – Ikeng, Matip (68. Quaner) – Leitl, Heller (58. Akaichi) – Caiuby, Schäffler (67. Nemec).

    Tore: 1:0 Idrissou (49.), 1:1 Akaichi (71.).– Schiedsrichter: Dankert (Rostock) – Zuschauer: 38000.

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