Hohenaltheim Georg und Gertrud Schmid haben an den Vorsitzenden des Fördervereins der Hohenaltheimer Karolingerschützen, Armin Sporys, die zugesagten 500 Euro aus ihrer Privatschatulle überreicht, die Sporys für die Einstellung eines Ermittlungsverfahrens bei der Staatsanwaltschaft bezahlt hatte.
Wie mehrfach berichtet, hat es beim diesjährigen Schützenfest einen Unfall gegeben, der zu staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gegen den Vorsitzenden geführt hatte. Hätte Sporys das Geld nicht bezahlt, wäre es zu einer Strafverfolgung gegen ihn gekommen.
Schmid begründete sein Engagement unter anderen damit, dass der Fall in der Öffentlichkeit behandelt worden sei und er deshalb auch öffentlich kundtun wolle, „dass meine Frau und ich das Geld übernehmen“. Seiner Ansicht nach sei ein öffentliches Interesse an einer Strafverfolgung nach dem Unfall nicht erkennbar gewesen. Der CSU-Landtagsfraktionschef wies bei der Zusammenkunft im Hohenaltheimer Schützenheim mit den Vereinsvorständen aus den beiden Ortsteilen auf die Brisanz des Falles hin, „der auch woanders passieren kann“. Deshalb habe er ein Gespräch mit dem bayerischen Generalstaatsanwalt Christoph Strötz geführt und gebeten, die Staatsanwälte darauf hinzuweisen, „mehr Feingefühl“ bei ehrenamtlichen Angelegenheiten walten zu lassen.
Veranstaltung am 30. Januar
Außerdem lädt Schmid am 30. Januar 2012, 18.30 Uhr, in die Wallfahrtsgaststätte nach Wemding ein. Alle Vereinsvorstände aus dem Landkreis können sich dort über Haftungsfragen nach dem Zivilrecht, im Besonderen über den Schadensausgleich sowie über die strafrechtliche Verantwortung von Vereinsvorständen informieren. Mit Ministerialrätin Karin Angerer werde dazu eine Vertreterin des Bayerischen Justizministeriums anreisen. (bs)