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OB-Wahl Nördlingen: Achtungserfolg für Koukol

OB-Wahl Nördlingen

Achtungserfolg für Koukol

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    Rudi Koukol, der Bürgermeister der Herzen, wie das besagte Herz sagt.
    Rudi Koukol, der Bürgermeister der Herzen, wie das besagte Herz sagt. Foto: Szilvia Izsó

    Nein, es war keine Überraschung, dass Hermann Faul die Wahl gestern für sich entscheiden konnte, es ging nur darum, wie hoch sein Sieg ausfallen bzw. wie sich sein Herausforderer Rudolf Koukol in seiner vorhersehbaren Niederlage behaupten würde.

    Der parteifreie Faul ist haushoher Sieger; dennoch gilt das Wahlergebnis, das Rudolf Koukol erzielte, als klarer Achtungserfolg. Die Grünen fristen nämlich nach wie vor in Nördlingen ein Schattendasein. Das sieht man schon daran, dass es ihnen noch nie gelungen ist, mehr als einen Stadtrat im Rathaus zu stellen.

    Koukol hat getan, was er tun konnte: Er holte Politprominenz seiner Partei nach Nördlingen, was freilich kaum noch einen Hund hinter dem Ofen hervorlockt, und war fleißig beim Wähler unterwegs.

    Am Ende setzte er alles auf eine Karte: „Wer mich wählt, ist gegen die Südumgehung.“ Das mag ihm das Ergebnis über 20 Prozent gebracht haben – genützt hat ihm die Strategie aber nur wirklich bei den betroffenen Bürgern in Herkheim, wo er über Faul den Sieg davon trug. Warum? Erstens liegt das Projekt, wenn es denn überhaupt kommt – man denke nur an das erfolgreiche Bürgerbegehren in Reimlingen – in weiter Ferne, und zweitens sind die Nördlinger und ihre Stadtteile viel zu konservativ, um einer strittigen Sache wegen einen grünen Oberbürgermeister ins Rathaus zu wählen. Dennoch zeigt das Herkheimer Ergebnis, dass der OB auch die Bedenken vieler Bürger gegen eine solche Trasse im Auge haben sollte und nicht nur die Klientel in der Herlinstraße.

    Für Hermann Faul ist das Wahlergebnis unabhängig davon die klare Bestätigung seiner bisherigen Arbeit. Er gilt nach wie vor als Sympathieträger auch und gerade in den Stadtteilen und natürlich im Wemdinger Viertel, wo er sein bestes Ergebnis errang.

    Seine offenen Art und Bescheidenheit, die ihn von anderen Politikern positiv unterscheidet, hat er beibehalten; hinzugewinnen freilich sollte er, wenn es ums Durchsetzungsvermögen und um klare politische Linien geht. Im Rathaus und in seiner eigenen PWG.

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