Auhausen „O Maria sei gegrüßt“ –unter diesem Motto stand das Wandelkonzert des Gempfinger Singkreises und des Nördlinger Holzbläsertrios das in der Klosterkirche Auhausen stattfand. Das Konzert bildete den Abschluss der Feierlichkeiten zum Gedenktag der Kirchweihe und wartete zu diesem Anlass mit einem besonderen Programm auf das von klassischer Kammermusik bis hin zu volkstümlichen Chorstücken reichte.
Bereits zu Beginn kamen die Zuhörer in den Genuss von bestens gespielter Kammermusik. Das Nördlinger Holzbläsertrio begrüßte sein Publikum mit feierlichen Klängen aus dem „Londoner Trio Nr.1“ von Joseph Haydn und überzeugte mit Musikalität und Spielgefühl. Besonders hervorzuheben ist das perfekte Zusammenspiel des Ensembles, das sich aus den Klarinettisten Annika Häring und Hartmut Betz sowie dem Fagottisten Thomas Holzer zusammensetzt. Thomas Holzer übernahm kurzfristig den Part von Christoph Keßler, der aus gesundheitlichen Gründen nicht am Konzert teilnehmen konnte. Auf das dreisätzige Werk Haydns folgten vier Stücke aus der Sammlung „Oberammergauer Holzbläsertrio“. Auch hier konnte das Trio wieder seine Qualität beweisen. Besonders gelungen war die Interpretation der „Pastorelle aus Welschnofen“, einem Hirtenlied, das sich klanglich perfekt in die Klosterkirche einfügte und die besondere Akustik des Raumes zur Geltung brachte.
Stimmgewaltiges Stück
Der Singkreis Gempfing unter der Leitung von Erich Hofgärtner leitete mit einem Werk von Alvidas Remesa zum geistlichen Teil des Konzertes über. Auf den eher ruhigeren Chorsatz folgte das stimmgewaltige Stück „Wie der Hirsch schreiet“ von Hugo Distler und zeigte das Können des Chores, der bereits mehrere Preise wie beispielsweise die „schwäbische Nachtigall“ erhielt. Besondere Highlights dieses Konzertteils waren die Werke „Ave verum corpus“ von Wolfgang Amadeus Mozart und „Die Güte Gottes preisen“ von Ludwig van Beethoven. Im Anschluss daran trat aus dem Chor eine vierköpfige Formation hervor, der Gempfinger Viergesang. Mit schönen klaren Stimmen boten sie unter anderem Werke von Jakob Arcadelt, Max Reger sowie Carl Orff dar und gaben dem Zuhörer die Möglichkeit sich ganz und gar in der Musik zu verlieren. Das Werk „Sie tragt an goldnen Mantel“, einer Volksweise und gesungen vom ganzen Chor, bildete den Abschluss des ersten Konzertteiles.
Der zweite Teil des Konzertes sollte im Freien stattfinden, musste jedoch aufgrund des schlechten Wetters wieder in die Klosterkirche verlegt werden. Diesen eröffnete das Holzbläsertrio mit drei Sätzen aus den „Divertimenti 1 und 3“ von Wolfgang Amadeus Mozart und stimmte auf die nachfolgenden Werke, sechs Nocturnes für Holzbläsertrio und Chor ein. Die Stücke, die übersetzt so viel wie „Nachtstücke“ bedeuten, stammen ebenfalls aus der Feder von Wolfgang Amadeus Mozart. Der Singkreis Gempfing und das Nördlinger Holzbläsertrio harmonierten im Zusammenklang perfekt und kreierten eine feierliche, nahezu andächtige Atmosphäre. Das begeisterte Publikum erklatschte sich im Anschluss noch eine Zugabe. Gespielt wurde noch einmal die erste Nocturne. Diese bildete einen würdigen Abschluss für ein gelungenes Konzert in der alten Klosterkirche Auhausen.