Oettingen Die Idee für eine Betriebserweiterung hatten die Brüder Lessmann bereits 2007, dann kam ihnen allerdings die Weltwirtschaftskrise dazwischen. Jetzt war es aber so weit: Zum offiziellen Spatenstich für eine neue Werkhalle begrüßte nun Firmenchef Jürgen Lessmann viele Ehrengäste am Betriebsgelände, darunter Seniorchef Edgar Lessmann, Vertreter der am Bau beteiligten Firmen sowie Oettingens Bürgermeister Matti Müller und stellvertretenden Landrat Peter Schiele.
Auf das große Vorhaben ging danach weiter sein Bruder Dieter ein: 2002 habe man die letzte Erweiterung in dem Großbetrieb für technische Drahtbürsten durchgeführt, so der Geschäftsführer. Jetzt folge eine Produktions- und Logistikhalle auf großen 54 mal 78 Metern Grundfläche und 30000 Kubikmetern umbautem Raum. „Dies stellt flächen- und volumenmäßig, aber auch mit geplanten 4,2 Millionen Euro die größte Einzelbaumaßnahme in der nun 64-jährigen Geschichte unseres Unternehmens dar“, so der Firmenchef. und weiter: „Wir werden durch die Halle in der Lage sein, unsere Wachstumspläne umzusetzen, moderne Logistik aufzubauen und Platz zu schaffen für die Produktion. Sie wird aber auch größeren Raum bieten für betriebliche Ausbildung, und damit das Fundament stärken, auf dem unser Unternehmen und die Gesellschaft stehen.“
Markenhersteller von Drahtbürsten
Der Neubau sei auch ein Bekenntnis zur Produktion in Deutschland und dem Standort Oettingen. „Wir tun dies, weil wir von dieser unserer Strategie überzeugt sind: Als Markenhersteller hohe Qualität anzubieten, und durch modernste Technik die Kosten zu begrenzen, um die im Markt verlangten Preise zu erreichen“, so Dieter Lessmann.
Dank für Unterstützung
Der dankte anschließend Bürgermeister Müller für die unproblematische Unterstützung der zuständigen Behörde in Donauwörth für die schnelle Teilgenehmigung und dem Planungsbüro, vor allem aber auch der Belegschaft: „Ohne diese wären wir in den vergangenen Jahren nicht so erfolgreich gewesen und ohne das Vertrauen in sie würden wir diesen Bau nicht wagen“, so Lessmann und: Diese Investition ist das Ergebnis der guten Arbeit von vielen Menschen.
Momentan arbeiten rund 150 Vollzeitkräfte, insgesamt um die 200 Beschäftigte, in dem Unternehmen. Da durch die Erweiterung auch ein angemieteter Standort aufgegeben werden soll, rechnet der Firmenchef allerdings nur mit einer geringen Aufstockung des Personals um knapp 20 Mitarbeiter.
Architekt schildert Einzelheiten
Die ersten Baumaßnahmen nehmen nun Arbeiter der Fremdinger Firma Thannhauser und Ulbricht vor, denen die Nördlinger Firma Eigner folgen wird.
Auf einige weitere Baueinzelheiten ging zudem der Architekt Wolfgang Obel ein, der in den vergangenen Jahren bereits einige Erweiterungen für die Firma Lessmann verwirklicht hatte. So soll die neue Stahlbetonhalle knappe acht Meter Höhe erreichen und mit Glasbauteilen auch viel Licht in ihr Inneres lassen. Bürgermeister Matti Müller freute sich abschließend, dass die Woche des Historischen Marktes in der Fürstenstadt auch mit einem historischen Ereignis für diese beginne, denn als solches stufte er die Betriebserweiterung des Traditionsunternehmens und damit das Bekenntnis für die Stadt ein.