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Das Gegenteil erreicht?

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Das Gegenteil erreicht?

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    Das Gegenteil erreicht?
    Das Gegenteil erreicht?

    Er hat es 2009 geschafft, auf der Basis eines mithilfe der CSU geschaffenen Gesetzes die Krankenkassen in einen Vertrag zu zwingen, der den Patienten mehr Vorteile (keine Praxisgebühr, jährlicher Check-up) und den Ärzten mehr Geld und Planungssicherheit bescherte. Doch Gesundheitsminister Rösler (FDP) kippte auch auf Betreiben der Kassen dieses Gesetz nach eineinhalb Jahren wieder (mit den Stimmen der CSU), und damit war es für die Zukunftsperspektive der Hausärzte erneut vorbei.

    Der Streit eskaliert

    Was der BHÄV jetzt macht, ist schlicht Erpressung: Entweder Fortbestand der laufenden, jedoch zu vereinheitlichenden Hausarztverträge für mindestens fünf Jahre mit der Garantie auf Anschlussverträge - oder aber Rückgabe der Kassenzulassung und Streik, bis die Kassen bereit sind, auf die Forderungen einzugehen.

    Seither eskaliert der Streit vor allem mit der mächtigen AOK, die nun einseitig ihren Hausarztvertrag gekündigt hat - und damit den Versicherten, die sich in diese Verträge schriftlich eingebracht haben, gleich mit. Dadurch soll der Druck auf die Hausärzte noch einmal erhöht werden, um zu verhindern, dass mindestens 60 Prozent der Mediziner am kommenden Mittwoch ihre Kassenzulassung zurück geben. Denn dann müssten die Kassen für eine weitere medizinische Versorgung gerade stehen, denn die Versicherten zahlen ja ihre Beiträge. Doch welche Ärzte kämen dafür infrage? Aus den osteuropäischen Nachbarländern?

    Angst und Verbitterung

    So ist der Streit zum Pokerspiel geworden. Die Hausärzte aber haben Angst, sie sind keine Revoluzzer und leichter einzuschüchtern als andere Berufsgruppen. Und sie sind verbittert, weil sie erst der AOK rund 200 000 neue Mitglieder bayernweit beschert haben und sich nun verkauft fühlen.

    Doch die AOK sollte sich nicht täuschen: Angst ist zwar ein schlechter Ratgeber, doch aus ihr können Mut und Solidarität erwachsen. Möglicherweise hat die Kasse mit ihrer Vertragskündigung also genau das Gegenteil erreicht: dass jetzt noch mehr Hausärzte bereit sind auszusteigen - nach dem Motto: "Wir haben nichts mehr zu verlieren."

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