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2003 gab es einen Todesfall: EHEC seit 15 Jahren ein Problem im Ries

2003 gab es einen Todesfall

EHEC seit 15 Jahren ein Problem im Ries

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    Noch ist die Herkunft des Durchfall-Keims EHEC unklar. dpa
    Noch ist die Herkunft des Durchfall-Keims EHEC unklar. dpa

    Der gefährliche Durchfallerreger breitet sich immer weiter in Deutschland aus. Mehrere Hundert Fälle sind bekannt, drei Tote wohl zu beklagen. Auch im Donau-Ries-Kreis gab es im Jahr 2003 einen Todesfall.

    „Gott sei Dank gibt es bis zur jetzigen Stunde noch keinen Verdachtsfall von EHEC“, berichtet Dr. Thomas Gröpl vom Gesundheitsamt Donau-Ries gegenüber den RN erleichtert. 2010 dagegen gab es acht Fälle von EHEC. Die Krankheit ist in der Region also auch keine Seltenheit.

    2003 gab es sogar einen Todesfall im südlichen Landkreis. Ein zweijähriges Kind hatte in einem Wildgehege Tiere gestreichelt und dabei eine Brezel gegessen. Das Kind bekam blutigen Durchfall, Nierenversagen und verstarb schließlich. Kinder und ältere Menschen sind durch ihr schwaches Immunsystem anfälliger für die Verbreitung des Erregers. „Der Tod des Kindes war ein Einzelfall, aber wir haben seit zehn oder 15 Jahren ein Problem mit EHEC. Es gibt immer wieder Fälle, die bis zur Dialyse führen“, sagt Rainer Mainka, Leiter des Gesundheitsamtes. Im Moment verhalte sich der Keim aber untypisch, erklärt Gröpl. Die Ausbreitung sei deutlich schneller als gewöhnlich. Vor Panik warnt der Arzt, doch rät er auch zu einfachen Vorsichtsmaßnahmen. Vom Verzehr von halbrohem Fleisch, rohem Gemüse und roher Milch rät Gröpl ab.

    Außerdem empfiehlt er, sich öfters als sonst die Hände zu waschen. Vor allem, nachdem man Kontakt mit Tieren hatte. Denn die natürliche Umgebung des Bakteriums ist der Darm vor allem von Wiederkäuern. Zurzeit wird allerdings vermutet, dass sich das Bakterium über infiziertes Gemüse verbreitet. Dagegen nehmen Maserninfektionen zu. „Das Problem ist ziemlich akut“, sagt Gröpl. Denn auch die Masern breiten sich weiter aus. In München gibt es laut Gröpl wöchentlich mehr als zehn neue Fälle. Und auch im Donau-Ries gibt es erkrankte Personen. Die Masernfälle seien hier jedoch eher sporadisch. Drei Fälle aus dem Kreis seien dieses Jahr bekannt.

    „Doch München ist nicht weg, die Epidemie kann jederzeit zu uns kommen“, warnt Gröpl. Er rät daher, sich unbedingt impfen zu lassen, beziehungsweise den Impfschutz zu erneuern.

    Warum die Masern zurzeit wieder stark verbreitet sind, hat für den Arzt unterschiedliche Gründe: „Viele dachten, dass es die Masern nicht mehr gibt, andere sind impfmüde geworden oder wissen nicht, dass sie eine zweite Impfung zum vollständigen Schutz benötigen.“ Er rät, mit dem Hausarzt über Vorbeugung zu sprechen. Denn die ist allemal leichter als bei EHEC.

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