Bürgermeister Anton Ferber äußerte in seiner Begrüßung die Hoffnung auf ein dauerhaft unfallfreies Projekt. Er dankte den verschiedenen Seiten - Landkreis, Regierung von Schwaben, Leader-Management - für die geleistete Unterstützung im Vorfeld. Lobende Worte hatte Ferber auch für die Mitarbeiter der Verwaltungsgemeinschaft parat, dabei erwähnte er besonders Erwin Bleibinhaus. Auch die Firma Hama habe sich ebenso wie der Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes umfassend und mit Fachwissen eingebracht. Ferber begrüßte zudem alle Bürgermeister der Jura-Gemeinden, die sich finanziell am Bürgerbus beteiligen. Wichtige Unterstützung kam auch von Busunternehmerin Christine Osterrieder, sie beantragte die benötigte Konzession. "Ohne ehrenamtliche Fahrer geht es nicht", sagte der Bürgermeister zu den 22 eingesetzten Ehrenamtlichen. Sie seien das "Herzstück" der Maßnahme. Seit über einem Jahr habe Beate Michel vom SoMit-Regionalverein für die Verwirklichung der Bürgerbus-Pläne gekämpft. "Ihr ist es zu verdanken, dass wir die Flinte nicht ins Korn geworfen haben", meinte Ferber und überreichte einen Blumenstrauß.
Große Herausforderung für die Region
Angesichts der "großen Herausforderung", dass die Bevölkerung im Landkreis bis zum Jahr 2028 um geschätzt 6000 Personen zurückgehen soll, mahnte Landrat Stefan Rößle, "uns muss allen daran gelegen sein, eine attraktive Region zu bleiben". Man brauche Lebensbedingungen, um die Menschen im Landkreis zu halten. "Projekte wie der Bürgerbus sind wichtige Bausteine, damit dies klappt", würdigte Rößle. Es sei "ein vorbildliches und nachahmenswertes Angebot".
Attraktivität steigern
Ziel sei auch nicht, bestehende Linien zu ersetzen, sondern "das Angebot ein gutes Stück attraktiver" zu machen. "Der Bürgerbus wird für Aufsehen sorgen", zeigte sich der Landrat überzeugt. Zudem appellierte er an die Bevölkerung, den Bus regelmäßig zu nutzen. Beate Michel vom SoMit-Büro ließ den Zeitraum der vergangenen 15 Monate Revue passieren, seit sie in die Projektplanung eingestiegen war. Bereits vor dem Sommer 2009 sei einiges in die Wege geleitet worden. Wichtige Unterstützung habe der "Arbeitskreis Bürgerbus" mit einem guten Dutzend Mitglieder geleistet. "Wir haben das Projekt nicht neu erfunden", meinte Michel mit Blick auf rund 150 Bürgerbusse in Deutschland, die teilweise seit über 20 Jahren angeboten werden. "Aber wir waren die Ersten, die in Schwaben ernst gemacht haben."
Jetzt liegt es an den Bürgern
Dankesworte richtete sie an die 22 Fahrerinnen und Fahrer, die sich nach einem Aufruf innerhalb von nur zwei Wochen gemeldet hatten. Die Ehrenamtlichen mussten in der Vorbereitung "einiges auf sich nehmen", so zum Beispiel den Personenbeförderungsschein erlangen. "Jetzt liegt es an den Bürgern, das Angebot anzunehmen", schloss sich Beate Michel dem Landrat an.
Die Vertreter der Geistlichkeit, Pfarrer Martin Pöschel und Dekan i. R. Wilhelm Schmid, segneten den Bürgerbus und wünschten allseits eine unfallfreie Fahrt.