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Erdgeschichten zum 20.

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Erdgeschichten zum 20.

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    Oberbürgermeister als erster Gratulant

    Als erster Gratulant überbrachte Nördlingens Oberbürgermeister Hermann Faul seine Glückwünsche. "Wer hätte das gedacht?" fragte er, dass vor 20 Jahren mit der Eröffnung des Museums eine solche Erfolgsgeschichte verbunden sei? 900 000 Besucher habe das Haus seitdem begrüßen können. "Für ein wissenschaftliches Museum ist das eine stolze Zahl".

    "Ich bin selbst ein Fossil in diesem Museum" gratulierte auch Wulf-Dietrich Kavasch zum "20.". Quasi in die Welt geworfen habe er die Idee für diese Einrichtung anlässlich der Verleihung des ersten Rieser Kulturpreises 1983 an den Geologen und Astronom Eugene Shoemaker, den Geologen Edward C.T. Chao und den Paläontologen Richard Dehm. Aber erst nach einem langjährigen "abenteuerlichen Prozess" der Lobbyarbeit, der Entwicklung eines wissenschaftlichen Konzepts, der Suche nach einem Standort etc. wurde aus der Idee Wirklichkeit.

    Fast 30 Sonderausstellungen durchgeführt und dabei mit den unterschiedlichsten Institutionen kooperiert, habe das Rieskratermuseum Nördlingen seitdem, erklärte dann der Museumsleiter, Dr. Michael Schieber. Partner seien zum Beispiel die NASA gewesen, das Goethe-Institut oder die Münchener Rück. Intensive Öffentlichkeitsarbeit habe man betrieben: "Wir hatten nicht weniger als 60 Fernseh- und Rundfunkanstalten vor Ort". Publikationen und die intensive Kooperation mit dem Geopark Ries seien weitere wichtige Erfolgs-Elemente. Vor allem in der jüngeren Vergangenheit habe das Museum zunehmend mit Künstlern zusammengearbeitet - wie jetzt mit Petra Ostermann, die im Haus ihre "Erdgeschichten" präsentiert.

    "In meiner Brust schlagen zwei Herzen" ergriff die Künstlerin zur Eröffnung ihrer Werkpräsentation das Wort. "Wäre ich nicht Künstlerin geworden, wäre ich heute sicherlich Naturwissenschaftlerin". So suche sie in ihrer künstlerischen Arbeit vor allem die Auseinandersetzung mit dem Planeten Erde: "Was hat sie uns zu erzählen?"

    Im gesamten Museum verteilt finden sich Ostermanns Erdbilder wieder und sorgen für einen reizvollen Kontrast und eine reizvolle Ergänzung von Wissenschaft und Kunst.

    Der große Zusammenhang

    Wo die Wissenschaft ins Detail geht und sich dort manchmal vielleicht verliert, verweist die Kunst auf den großen Zusammenhang: Der Mond zum Beispiel wird nicht aus Interesse an der Mondoberfläche dargestellt, sondern in seiner Ästhetik und mythischen Wirkung auf den Menschen. Nach den Themenschwerpunkten Vulkanologie, Kosmos und Wasser sind die Bilder von Ostermann in die Museumsbestände integriert - ausgehend vom Erdgeschoss. Eine Hauptrolle spielen in ihrer Arbeit die Elemente - wobei sie selbst sagt, dass der Sand für sie das "fünfte Element" sei. Sand verwendet sie nämlich beim Malen, indem sie ihn mit Pigmenten vermischt. (heja)

    Die Sonderausstellungen "20 Jahre Rieskrater-Museum" und "Erdgeschichten - Earth Tales" sind im Rieskratermuseum bis zum 19. September zu sehen.

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