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"Esche brummt, Eiche behauptet sich"

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"Esche brummt, Eiche behauptet sich"

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    Forstdirektor Werner Vonhoff (links) und die Bieter Ferdinand Siedenhans und Hans-Ulrich Sinnerbrink am Submissionsplatz bei Bopfingen. Foto: ham
    Forstdirektor Werner Vonhoff (links) und die Bieter Ferdinand Siedenhans und Hans-Ulrich Sinnerbrink am Submissionsplatz bei Bopfingen. Foto: ham Foto: ham

    Fachsimpeln mit den Bietern

    Auf der Röttinger Höhe führt eine Straße kilometerweit in den Wald hinein. Der Submissionsplatz ist eine geräumige Lichtung, an deren Rand eine komfortable Hütte steht. Drinnen sitzt Forstdirektor Werner Vonhoff und fachsimpelt mit den Bietern. Er hat die Versteigerung kostbarer Hölzer vor 16 Jahren ins Leben gerufen und spürt mit Leidenschaft aktuellen Trends auf dem Holzmarkt nach: "Esche brummt, Eiche behauptet sich". Allgemein werde Holz momentan knapper und teurer. Es werde immer mehr zum Heizen gebraucht. "Gerade im unteren Segment steigt der Preis stark", so Vonhoff. Was Waldbesitzer aus ganz Süddeutschland seit Anfang Dezember auf die Röttinger Höhe gekarrt haben, ist aber alles andere als Brennholz. 28 Baumarten sind vertreten, 150 bis 200 Jahre alte Stämme, darunter wertvolle Ahorne mit samtartiger Riegelahorn-Maserung. "Daraus kann der Korpus eines Cellos hergestellt werden", sagt Vonhoff. Oder Douglasienstämme, die über einen Meter Durchmesser haben. "Für einen von denen brauchten wir zwei Kräne zum Abladen", erinnert sich der Leiter der Forst-Außenstelle Bopfingen.

    Fast die Hälfte der angebotenen Stämme sind aus dem begehrten Eichenholz: "Nirgendwo in Deutschland finden Sie so viel Eiche auf einem Platz", lobt der Westfale Sinnerbrink, der hier ordentlich steigert: Knapp 300 Festmeter hat er sich vergangenes Jahr in Bopfingen gesichert.

    Angebot deutlich vergrößert

    Das gute Ergebnis der letztjährigen Submission - 663 000 Euro legten insgesamt 65 Käufer im Jahr 2010 für die edlen Hölzer hin - dürfte die diesjährige Veranstaltung übertreffen: Das Angebot ist noch einmal ganze 20 Prozent größer.

    Profis sehen einem Baum schon vor dem Fällen an, was er wert ist. Die Astigkeit - also die Anzahl der störenden Äste - und die Dimension machen es aus. "Erst ab einer bestimmten Dicke ist ein Stamm interessant", betont Vonhoff. Für Sinnerbrink, der seine Furniere an schwedische Möbelhersteller liefert, fangen die interessanten Eichen bei 55 Zentimetern Durchmesser an. Aber nur 40 Prozent des Stammes können überhaupt zu Furnier verarbeitet werden. Innen befinden sich die Äste, außen das helle Splintholz. "Das taugt nichts", winkt Sinnerbrink ab. Dazwischen ist das gute Holz, auch Speck genannt. Der Unternehmer notiert alles genau. Wie die anderen Auktionsteilnehmer gibt er seine Gebote schriftlich in einem verschlossenen Umschlag ab.

    Stichtag 10. Februar

    Am 10. Februar wird es ab 9 Uhr im Gasthof Adler in Utzmemmingen spannend: Dann öffnen Vonhoff und seine Helfer die Umschläge. Und für Edelschreiner, Furnierhersteller und Weinfassküfer aus ganz Europa heißt es dann: Drei, zwei, eins, meins ... (ham)

    Das Losverzeichnis der 16. Bopfinger Wert- und Stammholzsubmission und die Anfahrtsskizze sind im Internet unter www.forstbw.de abrufbar.

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