Montag, 26. Juni 2017

07. Oktober 2014 08:31 Uhr

Nördlingen

Gericht prüft, ob Zwölf Stämme-Eltern ihre Kinder erziehen dürfen

Der Streit um die Erziehungsmethoden der Glaubensgemeinschaft Zwölf Stämme geht in die nächste Runde. Ab heute prüft das Amtsgericht Nördlingen die Methoden der Eltern.

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Der Streit um die Erziehungsmethoden der Glaubensgemeinschaft Zwölf Stämme in Klosterzimmern geht in die nächste Runde. Ab heute prüft das Amtsgericht Nördlingen die Methoden der Eltern.
Foto: Dieter Mack

Ab 9 Uhr wird das Gericht zunächst einmal zwei Eltern, die jeweils zwei Kinder haben, anhören. Dabei sein wird auch ein Gutachter. Dieser soll prüfen, ob die Angehörigen der Glaubensgemeinschaft "Zwölf Stämme" tatsächlich erziehungsfähig sind - oder ob es besser ist, die Kinder anderswo unterzubringen und betreuen zu lassen.

Die "Zwölf Stämme" (The Twelve Tribes) sind eine urchristliche Glaubensgemeinschaft, die in den 70er Jahren in den USA gegründet wurde. Die Anhänger der "Zwölf Stämme" leben streng nach der Bibel, die sie wortwörtlich auslegen. Sie sind fest davon überzeugt, dass ihr Glaube der einzig Richtige ist.

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Die Glaubensgemeinschaft, die einen Gutshof in Klosterzimmern bewohnt, hat seit Jahren Ärger mit den Behörden. Die Urchristen weigerten sich, ihre Kinder auf staatliche Schulen zu schicken. Die Sekte hatte seit 2006 eine private Ergänzungsschule geführt – das Kultusministerium zog die Schulerlaubnis aber im vergangenen Sommer wieder zurück.

Im September vergangenen Jahres nahmen die Behörden den Sekteneltern dann ihre Kinder wegen Prügelvorwürfen weg. Ein RTL-Reporter hatte mit versteckter Kamera dokumentiert, wie Kinder in der Glaubensgemeinschaft immer wieder brutal gezüchtigt wurden.

Von 24 betroffenen Kindern durften acht Minderjährige inzwischen wieder zu ihren Eltern zurück. Weitere acht Kinder durften vorläufig zu ihren Eltern zurück, weil sie inzwischen volljährig geworden sind oder weil die Gerichte der Ansicht waren, dass sie auf Grund ihres Alters nicht mehr geschlagen werden, berichtet der BR.

Fünf Tage lang wollen Gericht und Gutachter nun in nichtöffentlichen Sitzungen mit den Eltern sprechen. Zehn Familien sollen bis zum 22. Oktober gehört werden. Eine Entscheidung wie es mit dem Sorgerecht für die Kinder und Jugendlichen weitergeht, wird aber nicht sofort fallen. Zunächst einmal hat der Gutachter das Wort.  AZ

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