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Bürgerversammlung: Keine weiteren Fragen zum Thema Windkraft

Bürgerversammlung

Keine weiteren Fragen zum Thema Windkraft

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    „Wir sind auf die Mithilfe der Bürger angewiesen.“Kämmerin Ilse Weber
    „Wir sind auf die Mithilfe der Bürger angewiesen.“Kämmerin Ilse Weber

    Pflaumloch Sehr gut besucht war die Bürgerversammlung in der Turnhalle in Pflaumloch. Über 250 Einwohner aus den drei Ortsteilen von Goldburghausen, Utzmemmingen und Pflaumloch zeigten an dem Themenkomplex Windkraft, Gesplittete Abwassergebühr sowie Gas- und Breitbanderschließung Interesse.

    Bürgermeister Willibald Freihart zeigte sich eingehend erfreut, dass so viele Bürger der Einladung gefolgt waren und die Turnhalle in Pflaumloch füllten. Das erste Thema des Abends war die Windkraft auf der Gemarkung Riesbürg. Nach dem Landesplanungsgesetz weist der Regionalverband Flächen für Windkraftanlagen aus, um einem Wildwuchs von Windkraftanlagen vorzubeugen.

    Eva-Maria Nordhus vom Regionalverband Ostwürttemberg stellte zunächst die Kriterien zur Festlegung von „Suchräumen“ für Windkraftanlagen vor. Definitiv werde es nach jetzigem Stand keine „weiße Fläche“ als möglichen Standort für eine Windkraftanlage auf der Gemeinde Riesbürg geben. „Nach derzeitigem Wissensstand wird die Möglichkeit als gering eingestuft“, sagte Eva-Maria Nordhus. Der Ohrengipfel schien zunächst von der Windhäufigkeit und Windstärke geradezu prädestiniert, doch die Ausschlusskriterien von Erholungsgebiet und Naturwald überwiegen. „Der Bereich als Erholungsgebiet ist sehr wertvoll und einzigartig und wird daher verantwortungsbewusst behandelt“, erklärte Nordhus.

    Bisherigen Kenntnisstand bestätigt

    Sie unterstrich nochmals die Stellungnahme, die erst jüngst Thomas Eble, Verbandsdirektor des Regionalverbands, auf Nachfrage der Gemeinde Riesbürg abgab. Auch er sieht eine Überlagerung von Erholungsraum und Erholungswald mit Windkraft als nicht vertretbar an. Zudem soll um das Ries eine Schutzzone gezogen werden. Der Regionalverband Schwaben und Ostwürttemberg erarbeiten eine gemeinsame Richtlinie. Die Gemeinde Riesbürg wird trotz alledem den gesetzlichen Vorgaben nachkommen, denn sie ist auch Mitglied in der Verwaltungsgemeinschaft Bopfingen-Kirchheim-Riesbürg, die in ihrem Flächennutzungsplan Standorte für Windkraftanlagen ausweisen wird. Nach dem Vortrag von Frau Nordhus kamen dann auch keinerlei Fragen aus den Reihen der Versammlung auf.

    Die gesplittete Abwassergebühr war ein weiteres Thema der Bürgerversammlung. Erst vor Kurzem wurden den Einwohnern die Erfassungsbögen zugeschickt. Die Expertin auf dem Gebiet der gesplitteten Abwassergebühr ist in Riesbürg Kämmerin Ilse Weber. In der Verwaltung arbeitet man schon lang an dem Thema. „Nun ist der Bürger zum ersten Mal betroffen und wir sind wir auf seine Mithilfe angewiesen“, so Ilse Weber.

    Sie erklärte detailliert den Aufbau des Versiegelungsbogens, in dem Änderungen oder Ergänzungen gemacht werden können. Bis zum 18. März sollen alle Bögen wieder in der Verwaltung zurückgegeben werden. „Wir bieten Ihnen auch jederzeit Ihre Unterstützung beim Ausfüllen des Bogens an“, ergänzte Ilse Weber. Es wird auch in allen drei Gemeinden Sondersprechstunden zu dem Thema geben. Näheres wird im Gemeindeblatt bekannt gegeben.

    Erdgas und Breitband waren das abschließende Thema. „Die Erschließungsarbeiten werden in Utzmemmingen und Pflaumloch seit dieser Woche fortgeführt“, informierte Bürgermeister Willibald Freihart. Bis Ende September soll das Projekt dann abgeschlossen sein. „Sukzessive werden die bereits fertiggestellten Straßenzüge dann an Breitband und Gas angeschlossen“, so Freihart in der Versammlung.

    Zuerst muss aber der Ringschluss von Oberdorf her geschlossen sein, dies kann allerdings bis zum Juni andauern, da in Kirchheim noch eine größere Maßnahme am Laufen ist. Schon Mitte April wird die EnBW als Netzbetreiber in Pflaumloch und Utzmemmingen dort Informationsveranstaltungen abhalten.

    Ausschreibung für den Netzbetrieb erfolgt jetzt

    Die Ausschreibung für den Netzbetrieb in Goldburghausen erfolgt jetzt umgehend. Bis September wird dann auch dort schnelles Internet verfügbar sein. „Wir müssen auf jeden Fall bis Dezember 2012 mit der Breitbandversorgung wegen der Zuschüsse fertig sein“, sagte Freihart abschließend.

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