Riesbürg-Utzmemmingen Im Rahmen einer groß angelegten Festveranstaltung mit rund 450 Gästen in der Utzmemminger Römerhalle ist am Donnerstagabend der Riesbürger Bürgermeister Günther Neumeister verabschiedet worden. Nach 20-jähriger Tätigkeit als Rathauschef der württembergischen Riesgemeinde tritt der 64-jährige Kommunalpolitiker in den Ruhestand. Gleichzeitig wurde sein Nachfolger Willibald Freihart für die nächsten acht Jahre als neuer Bürgermeister „verpflichtet“ und in sein Amt eingeführt.
Klare Sprache und an Lösungen interessiert
Von Ostalb-Landrat Klaus Pavel erhielt Neumeister die Entlassungsurkunde. Pavel wies in seiner Ansprache auf die großen Verdienste des scheidenden Verwaltungschefs hin. Er sprach von einer „Ära“, die nun zu Ende gehe. Der Landrat hob zudem die „klare Sprache“ hervor, die Neumeister an den Tag gelegt habe. „Dabei waren Sie stets an konstruktiven Lösungen interessiert“, attestierte ihm der Landkreischef, der zudem die herausragenden menschlichen Eigenschaften wie Verlässlichkeit und Bürgernähe gepaart mit einem Schuss Humor herausstellte. „Es ist Ihnen in all den Jahren auch gelungen, zwischen den drei Riesbürger Ortsteilen einen Interessensausgleich zu finden, wenn dies bisweilen nicht immer einfach war.“
Im Laufe des Abends traten elf Grußwortredner ans Mikrofon. Angefangen beim Landtagsabgeordneten Winfried Mack und Nördlingens OB Hermann Faul folgten Vertreter der Bürgermeister-Kollegen im Ostalbkreis, der örtlichen Vereine und Kirchengemeinden, der Gemeindeverwaltung, der französischen Partnerkommune Esvres bis hin zur Bundeswehr. Unisono dankten sie Günther Neumeister für dessen Wirken und die breite menschliche Zuwendung, die er allen habe zuteil werden lassen.
Der stellvertretende Bürgermeister Helmut Gritzbach, der die Veranstaltung souverän moderierte, hatte zuvor die zahlreichen Projekte aufgelistet, die in der Neumeister-Ära verwirklicht wurden und die Kommune nach vorne gebracht hätten. Seinem Nachfolger hinterlasse er ein wohlbestelltes Haus, fügte Gritzbach hinzu, der auch Margret Neumeister ausdrücklich dafür dankte, dass sie ihrem Mann während seiner Amtszeit den Rücken freigehalten und gestärkt habe.
In seiner launigen Abschiedsrede, in der er auch einen Schuss Wehmut durchblicken ließ, bezeichnete sich der scheidende Rathauschef als „Kommunalmanager“, bei dem stets der Mensch im Mittelpunkt gestanden habe. Er dankte seiner Familie für ihre breite Unterstützung, seiner Frau Margret sowie den Kinder Katharina und Sebastian, ohne deren Verständnis er sein Amt nicht hätte ausführen können. Einen weiteren Dank richtete Neumeister an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung mit Oberamtsrätin Ilse Weber an der Spitze. Die Arbeit im Riesbürger Rathaus sei stets von gegenseitigem Verständnis und Respekt geprägt gewesen.
„Verlässlicher Partner“
Der neue Bürgermeister Willibald Freihart kündigte nach Ablegen seines Amtseides an, für alle Bürgerinnen und Bürger ein verlässlicher Partner sein zu wollen. „Das eine oder andere wird sich unter meiner Amtsführung sicherlich ändern“, betonte der 48-jährige bisherige Kämmerer der Ostalb-Gemeinde Stödtlen, der Ende Juli mit knapp 60 Prozent zum Neumeister-Nachfolger gewählt worden war. Er ermunterte alle Einwohner Riesbürgs, sich aktiv in die Gemeindepolitik einzubringen.
Musikalisch umrahmt war die Feier von den Chorkindern der Grundschule Riesbürg, dem Posaunenchor Pflaumloch, den Vereinigten Chören Riesbürgs und dem Musikverein Riesbürg.
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