Sieben Wissenschaftler schlagen eindringlich Alarm: Das weltweit einzigartige Museum könnte schwer reparablen Schaden nehmen und brauche dringend eine höchst kompetente Leitung



Nördlingen Sieben Wissenschaftler aus fünf Forschungseinrichtungen, die sich dem Nördlinger Rieskratermuseum in besonderer Weise verbunden fühlen, nehmen in einem offenen Brief „mit großer Sorge“ zur Krise in der Führung des Museums Stellung. Die Gründe für die Kündigung von Museumsleiter Dr. Elmar Buchner (wir berichteten mehrfach) wollen die Wissenschaftler nicht bewerten. Die Probleme hätten sich aber nun in einer „für die Zukunft des Museums potenziell negativen Weise zugespitzt“, dass man sich zu einer Stellungnahme veranlasst sehe, heißt es in dem Brief, den Prof. Dieter Stöffler, ehemaliger Vorsitzender des Museumsbeirats des Rieskratermuseums, im Namen der weiteren Unterzeichner verschickt hat. Adressaten sind neben den Rieser Nachrichten Nördlingens OB Hermann Faul und der Generaldirektor der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns.
Gegenseitige Schuldzuweisungen helfen nicht weiter, schreiben die Wissenschaftler. Gleichzeitig machen Sie deutlich, dass im Rieskratermuseum in den vergangenen 20 Jahren nicht die nötigen Neuerungen und Modernisierungen vorgenommen worden seien. Die Einrichtung sei kein "heimeliges Heimatmuseum", sondern veranschauliche einen der fundamentalsten Prozesse im Sonnensystem - die Kollision von Asteroiden und Kometen mit den Planeten und deren Satelliten. Das Museum brauche dringend eine höchst kompetente Leitung.
Mehr Auszüge aus dem offenen Brief und einen Kommentar zur Lage im Rieskratermuseum lesen Sie in den Rieser Nachrichten vom Samstag. (RN)
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