Ederheim Als eins von zwei Straßenbauprojekten des Landkreises Donau-Ries wird dieses Jahr die Ortsdurchfahrt Ederheims im Zuge der DON 1 neu gestaltet. Bei einer Informationsveranstaltung im Sportheim stellten die Gemeinde und die Fachbüros etwa 200 Anliegern und interessierten Bürgern die Planungen vor.
Sowohl beim Ausbau der Gehwege als auch bei der Erneuerung der Kanalisation werden die Bürger zur Kasse gebeten. Dennoch gab es in der gut besuchten Veranstaltung darüber kaum Diskussionen.
Zweite Kastanie bleibt
Unterschiedliche Auffassungen gab es hingegen um den Erhalt des Kastanienbaums in der Ortsmitte an der Abzweigung Schulstraße. Während eine zweite Kastanie gegenüber der Abzweigung nach Herkheim beim Straßenbau erhalten bleibt, soll nach dem derzeitigen Stand der Planung dieser Baum gefällt werden. Um dieses Detail wurde sehr kontrovers diskutiert. Einige Bürger wollten den schönen Baum unbedingt erhalten sehen, andere sprachen sich sogar für das Fällen beider Bäume aus. Eine endgültige Entscheidung sei noch nicht getroffen, so Gemeinde und Planer Hans Kaltner vom Landratsamt Donauwörth. Wäre eine Mehrheit der Bürger für den Erhalt beider Kastanien, so könne man die Pläne noch entsprechend ändern, signalisierten die Verantwortlichen.
842200 Euro hat der Landkreis für die neue, 1500 Meter lange Fahrbahn eingeplant. Die Kosten für den Gehweg in Höhe von 294100 Euro und für die Straßenbeleuchtung in Höhe von 33000 Euro tragen die Anlieger. Hermann Meyer, Leiter des Liegenschaftsamts der VG Ries, führte aus, dass auf die Grundstücksbesitzer damit Kosten in Höhe von 2,86 Euro pro Quadratmeter Anwesen zukommen.
Für mehr Verkehrssicherheit sollen künftig zwei „Mittelinseln“ sorgen, eine am Ortseingang von der Bundesstraße 466 her, und die zweite im Ortszentrum zwischen den beiden Bushaltestellen. Sie kosten weitere 66600 Euro und werden von der Kommune bezahlt.
Im Zuge der Neugestaltung der Ortsdurchfahrt investiert die Gemeinde außerdem weitere 560000 Euro in die Erneuerung der Kanalisation entlang der Straße. Der Regenwasserkanal wird komplett und der Schmutzwasserkanal teilweise erneuert. Dipl.-Ingenieur Reinhard Pfost informierte über die Kanalsituation entlang der DON 1. Finanziert wird die Maßnahme zu 100 Prozent über Gebühren. Laut Moritz Gerstner, Kämmerer der VG Ries, steigen damit nach Abschluss der Baumaßnahme die Abwassergebühren für die Gesamtgemeinde um 40 Cent pro Kubikmeter von derzeit 1,70 Euro auf 2,10 Euro.
Kein Zebrastreifen, keine Ampel
Bürgermeisterin Caroline Zehnpfennig informierte darüber hinaus, dass die EnBW im Zuge der Straßenbaumaßnahme die Dachständer abbauen und Erdkabel verlegen wird. Ein Zebrastreifen oder eine Verkehrsampel, wie von einigen Diskussionsteilnehmern gefordert, seien nicht vorgesehen, sagt Zehnpfennig und verweist darauf, dass die neuen Mittelinseln ein Überqueren der Straße erleichtern würden, und vor allem die Insel am Ortseingang dafür sorgen werde, dass nicht mehr so schnell in den Ort hineingefahren werde.
Auf die Anfrage, ob man denn nicht einen Schülerlotsendienst einrichten könnte, erklärte sie, dies sei Sache des Schulamts und nicht der Gemeinde. Sie bat den Elternbeirat, sich der Sache anzunehmen.
Zum Austausch mit den Betroffenen während der Bauphase und zur Lösung kleinerer Probleme lud sie die Bürger ein zum wöchentlichen „Jour Fixe“ zwischen Gemeinde und Planer.
Anfang März soll mit dem Neubau der Ortsdurchfahrt begonnen werden. Bis Ende November 2012 soll dann die Tragschicht aufgebracht werden.