Hohenaltheim Zum ersten Mal lud Moritz Fürst zu Oettingen-Wallerstein die Vertreter des bayerischen Bauernverbandes, Kreis Donau-Ries, zu einem Gedankenaustausch in sein Schloss Hohenaltheim ein. Zusammen mit Fürstin Lioba zu Oettingen-Wallerstein führte er einen intensiven Gedankenaustausch mit den Gästen, an der Spitze Kreisobmann Karl Wiedenmann und Kreisbäuerin Ruth Meißler.
Im Vordergrund standen politische Diskussionen, vor allem mit Blick auf Eigentum an Grund und Boden. Einig war man sich, dieses vor übertriebenen Naturschutzaktivitäten und Einflussnahme durch die Forstpolitik zu schützen. Dem Fürstlichen Haus ist es seit Langem ein Dorn im Auge, dass die Politik immer wieder versuche den Waldbesitzern vorzuschreiben, was sie pflanzen sollen: „Das ist für mich als Privateigentümer völlig inakzeptabel.“ Er erläuterte seine Philosophie des Grundbesitzers, der sich mit allen Facetten der Natur beschäftige – mit Flora und Fauna, Wasser, den wirtschaftlichen und ökologischen Interessen – und dies vor dem Hintergrund Jahrhunderte langer Erfahrung im Waldbau.
Sorgenfalten auf der Stirn
Der Fürst machte in Anspielung auf ständige Forderungen nach höheren Wildabschusszahlen zugleich deutlich, dass es größere politische Themen gebe als die „Waldbewirtschaftung mit der Kugel“. Die Programme der neuen Landesregierungen in Nordrhein-Westfalen, Saarland und Baden-Württemberg ließen den Grundeigentümern Sorgenfalten auf die Stirn treten. Noch stärkere behördliche Bevormundung und Einfluss von Interessensgruppen auf Waldbau und Landwirtschaft seien zu befürchten.
Den Forderungen nach Stilllegungsflächen im Wald erteilte auch der BBV eine scharfe Absage. Das Treffen mit den Vertreterinnen und Vertretern des BBV war auch mit einer Schlossführung verbunden. Im Anschluss lud der Bauernverband das Fürstenpaar und Mitarbeiter der Verwaltung zur Einkehr in Eisbrunn ein. (vc)