Möttingen Einen besseren Ort als den Scheunenboden der Mailänder Mühle in Möttingen hätte sich Gerda Schupp-Schied für ihre „Modenschau der besonderen Art“ nicht aussuchen können. Man hatte den Eindruck, man säße vor einer für diesen Anlass aufgebauten Filmkulisse. Und es gab sehr viele Besucher, überwiegend Frauen, aber auch etliche Männer, denn der Schurz war früher auch ein Teil der Arbeitskleidung vieler Männer.
Auch ein Statussymbol
Für das weibliche Geschlecht war es das natürlich auch, aber zudem ein sehr wichtiges Modeaccessoir und auch ein Statussymbol. In gekonnter Art und Weise moderierte Gerda Schupp-Schied den Nachmittag und stellte den Besuchern die verschiedensten Schürzen vor und ihre immer wieder bei bestimmten Themen eingefügten Anekdoten aus dem Rieser Landleben, das sie wohl wie kein Zweiter in den letzten Jahrzehnten erforscht und dokumentiert hat, ließen bei den Besuchern wieder alte Erinnerungen und Erlebnisse wach werden.
Volksmusik vom Feinsten
Von „A“ wie „Arztschürze“ bis „T“ wie „Trauerschürze“ reichte das Angebot. Selbst eine „Nachtrauerschürze“, diese trug man im zweiten Jahr nach dem Tod eines engen Familienangehörigen, wurden vorgestellt. Und ein ganz geschicktes Händchen hatte Gerda Schupp-Schied bei der Auswahl des Musikanten. Der Löffler Hans aus Daiting bot mit seiner Ziehharmonika Volksmusik vom Feinsten. (RN)