Beheizte Garagen
"Sie haben nun ein modernes Gebäude, funktionelle Büroräume und eine hervorragende technische Ausstattung", sagte Vizepräsident Strößner zu den Bediensteten der VPI. Die etwa 20-köpfige Belegschaft hatte in ihrem alten Gebäude 344 Quadratmeter zur Verfügung: "Das war viel zu klein." In ihrem neuen Domizil hat die Verkehrspolizei weitaus mehr Platz: 796 Quadratmeter, verteilt auf Erd- und Obergeschoss sowie Keller. Fahrzeuge und Geräte können in beheizten und alarmgesicherten Garagen abgestellt werden. Der Innenhof ist von Mauern und Zäunen umgeben.
"Die VPI Donauwörth leistet einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit", erklärte Strößner. Die Beamten bekämpften eine der Hauptunfallursachen: zu hohe Geschwindigkeit. Werner Strößner erinnerte an die Rekord-Temposünder in Nordschwaben. 242 Stundenkilometer auf der B 2 bei Mertingen, 148 Sachen in einer Ortschaft - "ich glaube, da muss nichts weiter gesagt werden", so der Vizepräsident.
Im vorigen Jahr überprüfte die Verkehrspolizei, die für die Landkreise Donau-Ries und Dillingen zuständig ist, auch fast 4000 Lastwagen und Busse. In der Dienststelle sind zudem zwei Unfallfluchtfahnder angesiedelt.
Die Sanierung des neuen VPI-Gebäudes sei "exzellent gelungen", meinte Georg Schmid, der auch für seine beiden nordschwäbischen Kollegen im Landtag, Georg Winter und Georg Barfuß, sprach. Es sei die richtige Entscheidung gewesen, in Donauwörth nicht auf der grünen Wiese ein neues Polizeizentrum zu bauen, sondern die VPI umzusiedeln und das Deutschordenshaus in der Kapellstraße für die Polizeiinspektion völlig neu herzurichten. Allein diese Maßnahme, die demnächst gestartet wird, koste 9,5 Millionen Euro. Sanierung und Umbau des Gebäudes für VPI und Bauleitung verschlang 2,2 Millionen Euro.
Neudert: Behördenstadt gestärkt
Dieses Haus sei jetzt "sehr sinnvoll genutzt", stellte Oberbürgermeister Armin Neudert fest. Der ist mit Blick auf die Reformen in Bayern der Ansicht, "dass die Stadt Donauwörth per saldo als Behördenstadt gestärkt worden ist".
Das Gebäude erfülle die Ansprüche beider Nutzer - Polizei und Bauleitung -, merkte Gerhard Riepl, stellvertretender Leiter des Staatlichen Bauamts Augsburg, an. Er dankte allen beteiligten Behörden und Firmen für ihre Arbeit.
Die kirchliche Segnung nahmen Geistlicher Rat Johann Margazyn und Kirchenrat Matthias Herling vor. Den Festakt, der in einem Zelt stattfand, gestaltete der Polizeichor Augsburg musikalisch.