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Seel will die Genossen einen

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Seel will die Genossen einen

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    Seel will die Genossen einen
    Seel will die Genossen einen

    Zwei Kreisräte

    Dass der Kreisverband, dem Manfred Seel vorsitzt, die Delegiertenversammlung ausrichtet, ist auch ein "kleines Dankeschön für das Engagement und die guten Wahlergebnisse". In keinem anderen Kreistag wie dem im Donau-Ries sitzen gleich zwei Vertreter der Linkspartei (Manfred Seel und Erika Müller), kaum ein anderes Parteimitglied hat wie Seel bundesweit Furore gemacht, weil er auf der einen Seite linke Ansichten vertritt, auf der anderen Unternehmer ist.

    220 Delegierte werden in Bäumenheim erwartet. Dem Parteitag vorgeschaltet wird eine Vorstandssitzung am Vorabend in einem Hotel in Donauwörth sein. Dort sollen dem Vernehmen nach die Weichen für die Neuwahlen gestellt werden. Dem Landesverband droht, wie Insider zu glauben meinen, in Bäumenheim eine Zerreißprobe. Im Vorfeld hatte es sogar Anträge gegeben, den Parteitag ohne Tagesordnung ablaufen zu lassen "und nur einmal grundsätzlich über alles zu diskutieren". Eine Tagesordnung wird es nun aber doch geben - und auch die mit Spannung erwarteten Neuwahlen.

    Die Hotelzimmer für die Delegierten sind ebenso reserviert wie "unser Betreuerteam zusammengestellt". An vieles sei zu denken, sagt Seel in einer freien Minute, "angefangen von der Beschilderung über die Bestuhlung, Zimmerreservierungen und dem Einbau einer zusätzlichen Sprechanlage in der Schmutterhalle bis hin zu den Parkplätzen". Bevor der Parteitag beginnt, werde Bürgermeister Otto Uhl im Rathaus einen Empfang geben. Prominentester Gast wird dabei wie dann auch in der Schmutterhalle der Bundesvorsitzende der Linkspartei sein: Klaus Ernst. "Ein guter Freund", sagt Seel. Auch privat habe man sich schon oft getroffen, zuletzt im Sommer bei der 50-Jahr-Feier von Seels Mineralölfirma (wir berichteten).

    Ernst ist in Bäumenheim kein Unbekannter. Er hat den Industrieort schon besucht, als er sich wohl selbst nicht ausmalen hätte trauen, einmal Bundesvorsitzender zu sein. Mehrmals war er zu Wahlveranstaltungen gekommen, zu Zeiten noch, als Oskar Lafontaine die Zügel in der Hand hielt. Nun ist der Gegenwind aber stärker geworden, läuft die Partei Gefahr, sich im Richtungsstreit zu verlieren und die großen Themen zu vernachlässigen. Das treibt Manfred Seel um.

    "Wachrütteln, aber auch zusammenführen"

    Er ist angesichts dieses Szenarios bemüht, den Parteitag trotzdem zu einem Erfolg werden zu lassen. Schon seit Tagen feilt er, wie er berichtet, an seiner Rede, mit der er "wachrütteln, aber auch zusammenführen" will und die "helfen soll, nach außen ein Bild der Geschlossenheit" zu vermitteln. Seel: "Nur wenn uns das gelingt, können wir an die Erfolge der vergangenen Jahre anknüpfen." (bih)

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