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Einweihung: Seine Kaiserliche Hoheit schickte Grüße nach Ederheim

Einweihung

Seine Kaiserliche Hoheit schickte Grüße nach Ederheim

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    Unmittelbar nach der Enthüllung (von links): Landrat Stefan Rößle, Bildhauer Markus Wolf, Astronaut Ulf Merbold, CSU-Fraktionsvorsitzender im Landtag Georg Schmid, Bürgermeisterin Caroline Zehnpfennig, Kulturtage-Chef Dr. Wulf-Dietrich Kavasch.
    Unmittelbar nach der Enthüllung (von links): Landrat Stefan Rößle, Bildhauer Markus Wolf, Astronaut Ulf Merbold, CSU-Fraktionsvorsitzender im Landtag Georg Schmid, Bürgermeisterin Caroline Zehnpfennig, Kulturtage-Chef Dr. Wulf-Dietrich Kavasch. Foto: hum

    Ederheim Bürgermeisterin Caroline Zehnpfennig konnte dem Publikum bei der Feier zur Enthüllung der Stauferstele einen Gruß entrichten, der eine direkte Verbindung zur Geschichte hinter der Stele bildet: Seine Kaiserlich-Königliche Hoheit Markus Habsburg-Lothringen hatte die Gemeinde Ederheim per Mail zur Errichtung der Stele beglückwünscht. „Eine große Ehre für unsere kleine Gemeinde“ wusste die Bürgermeisterin sowohl den Gruß als auch das Denkmal zu würdigen.

    Verbindendes Element

    Laut Landrat Rößle sei die Stele sowohl ein Alleinstellungsmerkmal für die Gemeinde als auch ein verbindendes Element zu 15 Gemeinden und Regionen, wo weitere dieser Monumente stehen. Rößle erinnerte daran, dass man dadurch auch die Verbindung mit dem bedeutendsten Geschlecht im Hochmittelalter bekräftige, dem das Adelsgeschlecht der Oettinger im Ries schon sehr früh sehr nahe stand.

    Die Heimatgeschichte hoch gehalten

    Georg Schmid, CSU-Fraktionsvorsitzender im Bayerischen Landtag, stellte die Rolle des Vereins Rieser Kulturtage heraus, der viele Tage wie diesen initiiert und Heimatgeschichte hoch gehalten habe. Gerade in schnelllebigen Zeiten von Facebook und Twitter sei es wichtig, die heimatlichen Wurzeln im Bewusstsein zu halten. Ehrengast Ulf Merbold erinnerte daran, dass vor ihm ja schon andere Astronauten das Ries besucht hatten, aber nicht zu solch einem bedeutenden Ereignis. Verbunden sei er damit durch den Initiator Dr. Gerhard Raff, der ihm die Faszination für die Staufer nahe gebracht habe. Beeindruckend an ihnen sei die kulturelle Blütezeit, die sie hervorbrachten und in die das Nibelungenlied sowie die Dichtungen der großen Minnesänger fielen und unzählige Kirchen und bildhauerische Kunstwerke geschaffen wurden. Als jemand, der die Vision des Raumfahrens umgesetzt habe, sei ihm oft schon der Gedanke gekommen, dass die Zeit der Staufer wohl visionärer war als unsere Zeit des reinen Verwaltens.

    Demnächst in Dinklelsbühl

    Andreas Raab, ehemaliger Oberbürgermeister von Dinkelsbühl und Stifter der Staufer-Stele, die demnächst dort errichtet werden soll, stellte sich als das einzige bayerische Mitglied des Komitees der Stauferfreunde vor. Er erinnerte daran, dass die Staufer-Stele auf dem Niederhaus nach Rothenburg ob der Tauber erst die zweite auf bayerischem Boden sei.

    Dr. Gerhard Raff, Initiator der Stele, erklärte, sie sei bereits das 108. Denkmal in Europa, das er „erschwätzte“. Damit meinte der Theologe und wohl meistgelesene Mundart-Schriftsteller, dass er die Stelen und andere Denkmäler zu einem großen Teil mit seinen Vortragshonoraren finanziert. Er lobte Bürgermeisterin Zehnpfennig: „Wenn es überall so liefe wie hier in Ederheim, stünden schon mehr als 50 Stelen in ganz Europa.“ Er ermunterte private Stifter, weitere Stelen an Rieser orten mit Stauferbezug zu ermöglichen wie in Harburg, Bopfingen, Wallersterin oder Nördlingen. Dr. Wulf-Dietrich Kavasch, Vorsitzender des Vereins Rieser Kulturtage, bestätigte, dass es Dr. Raff in bewährter Manier gelungen war, uneigennützige Sponsoren für die Rieser Stele zu gewinnen. Er begrüßte zahlreiche Mitglieder des Stuttgarter Komitees der Stauferfreunde. Nach den Ansprachen in der Ederheimer Mehrzweckhalle wurden die Gäste per Shuttlebus zur Stelenenthüllung auf die Burgruine Niederhaus bei Hürnheim gebracht. Bildhauer Markus Wolf erläuterte kurz sein Kunstwerk, gefertigt aus Jura-Travertin mit den vertieften Wappen von Jerusalem und den drei Linien der Edelfreien von Hürnheim, oben mit einer Blattgold-Krone eingefasst. Archivar Dr. Wilfried Sponsel erinnerte an die Gedenktafel in der Burg von 1868 und zahlreichen Feiern vor Ort zur Würdigung der Verbindung zwischen den Edelfreien von Hürnheim und den Staufern.

    Die Geopark-Führer Kurt Kroepelin und Toni Ulmann sowie der Fremdenführer Jörg Mayer-Karstadt hatten im Foyer der Halle Ausstellungen zu Geopark und Burgruine präsentiert und führten das Publikum nach der Enthüllung durch die Ruine.

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