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Stiftungskrankenhaus: „Vorhofflimmern wird oft unterschätzt“

Stiftungskrankenhaus

„Vorhofflimmern wird oft unterschätzt“

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    Dr. Jürgen Heimerl (links) und Prof. Dr. Bernhard Kuch informierten im Stiftungskrankenhaus Nördlingen vor Haus-, Fach- und Klinikärzten sowie Pflegepersonal über neue Entwicklungen bei der Therapie des Vorhofflimmerns.
    Dr. Jürgen Heimerl (links) und Prof. Dr. Bernhard Kuch informierten im Stiftungskrankenhaus Nördlingen vor Haus-, Fach- und Klinikärzten sowie Pflegepersonal über neue Entwicklungen bei der Therapie des Vorhofflimmerns. Foto: Foto: pm

    Nördlingen Über neue Entwicklungen bei der Therapie des Vorhofflimmerns informierte jetzt eine Fortbildungsveranstaltung der Kardiologie des Stiftungskrankenhauses Nördlingen.

    Professor Dr. Bernhard Kuch, Leiter der Nördlinger Kardiologie und Dr. Jürgen Heimerl, leitender Oberarzt, informierten in Fachvorträgen über neue Substanzen zur Blutverdünnung (Antikoagulation) und über die aktuellen Leitlinien zur Behandlung des Vorhofflimmerns. Die Veranstaltung war sehr gut besucht. Teilnehmer waren vor allem niedergelassene Haus- und Fachärzte aus der Region sowie Krankenhausärzte und Pflegepersonal, meldet das Stiftungskrankenhaus.

    In seiner Begrüßung wies Kuch auf die Problematik hin, dass sich Patienten mit Vorhofflimmern klinisch meist als asymptomatisch präsentierten, also keine Beschwerden zeigten. „Deshalb wird die Rhythmusstörung gar nicht oder nur als lästig empfunden. Leider entwickeln aber auch klinisch unauffällige Patienten einen Schlaganfall“, so Kuch.

    Zu den neuen Substanzen zur Antikoagulation erklärte Dr. Jürgen Heimerl, dass Marcumar weiterhin einen hohen Stellenwert habe. Patienten, die gut eingestellt seien, sollten dies auch beibehalten. Auf die neueren Substanzen umstellen sollte man hingegen Patienten, bei denen sich die Marcumareinstellung aufgrund sehr schwankender Gerinnungswerte schwierig gestalte.

    Die neuen Leitlinien zur Behandlung des Vorhofflimmerns heben unter anderem den Einsatz von blutverdünnenden Mitteln hervor, sagte Professor Kuch. Außerdem seien die neuen Richtlinien im Vergleich zu den vorherigen Leitlinien etwas ‚strenger’ im Empfehlungsgrad, bei welchen Patienten blutverdünnende Maßnahmen eingeleitet werden sollten. Im Anschluss an die Vorträge entwickelte sich eine sehr rege Diskussion. Schwerpunkte waren hier die weitere Verordnungsfähigkeit der verschiedenen Präparate sowie die Kosten und Kostenerstattung durch die Krankenkassen.

    Die Resonanz auf die Fortbildungsveranstaltung bezeichnete Kuch im Nachgang als „sehr gut“. Es habe sehr gute Rückmeldungen sowohl hinsichtlich des Themas als auch der Qualität der Vorträge gegeben.

    Da das Krankheitsbild sehr häufig vorkomme, seien die Informationen sowie der Erfahrungsaustausch von den Teilnehmern als sehr wichtig eingestuft worden. (pm)

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