Ohne ihren gewohnten Spielmacher Brandon Kimbrough läuft es bei den Giants Nördlingen nicht rund. Auch im zweiten Spiel ohne den US-Boy verloren die Rieser. Zum Saisonfinale waren die München Baskets mit dem Ex-Nördlinger Florian Börstler zu Gast und gerade das sonst so starken dritten Viertel brachte die Giants auf die Verliererstraße. Am Ende hatten die Landeshauptstädter knapp mit 66:74 (38:34) die Nase vorn.
Ungewohnte Anfangszeit
Trotz des herrlichen Grillwetters und der ungewohnten Anfangszeit, auf Anordnung der Ligaverantwortlichen begannen alle Spiele des letzten Spieltages um 18 Uhr, kamen am frühen Samstagabend zahlreiche Zuschauer in die Hermann-Keßler-Halle, um sich von ihren Helden, die bereits als Aufsteiger in die 2. Bundesliga Pro B feststehen, zu verabschieden. Auch für Schiedsrichter Robert Bayerer war es ein Abschiedsspiel. „Ich war heute nicht mit allen Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns einverstanden, aber deshalb bin ich Robert nicht böse“, so Mario Matic, der Bayerer für einen der besten Referees in Deutschland hält.
Im ersten Viertel lief alles wie am Schnürchen. Nach einem 1:2-Rückstand machten die Nördlinger sechs Punkte in Folge, wobei Jason Swanson das 7:2 per Tipp-Dunk machte, der erste von insgesamt fünf Dunkings des Amerikaners. Immer wieder zog Florian Sefranek im Aufbau die Fäden und die Giants hatten im ersten Spielabschnitt alles im Griff, so dass Coach Mario Matic auch mal durchwechseln konnte. Bis zur ersten Viertelpause baute die Matic-Truppe ihren Vorsprung bis auf 22:15 aus.
Massive Probleme
Danach stellten die Landeshauptstädter auf Zonen-Verteidigung um. „Damit hatten wir massive Probleme“, so Giants-Coach Matic. Dadurch übten die Münchener viel Druck auf die Nördlinger aus, so dass auch die Trefferquote der Giants stark zurückging. Immer wieder zogen Moritz Wohlers und Fabian Kirchhoff zum Korb und konnten nur durch Fouls gestoppt werden. So machten die Münchener 15 ihrer 19 Punkte von der Freiwurflinie. Dennoch bauten die Rieser ihren Vorsprung zwischenzeitlich bis auf zehn Punkte aus (19., 38:28). Doch ein 6:0-Lauf der Baskets ließ den Vorsprung bis zur Halbzeit auf vier Punkte zusammenschmelzen.
Gäste drehen auf
„Im dritten Viertel haben wir das Spiel verloren“, weiß Mario Matic, denn hier drehten die Gäste aus München richtig auf und zeigten, warum sie die besten Rückrundenmannschaft der Liga sind. Denn auch nach der Pause machten die Baskets da weiter, wo sie vor der Pause aufgehört hatten. Sieben weitere Punkte in Folge brachten die Landeshauptstädter in der 22. Minute mit 41:38 in Führung. Bis auf 14 Punkte bauten die Gäste ihren Vorsprung aus.
Bis auf sechs Punkte herangekämpft
Doch die Truppe von Mario Matic zeigte Moral und kämpfte sich im letzten Spielabschnitt noch einmal heran. Bis auf sechs Punkte kamen die Giants wieder heran, doch zwei nicht getroffene offene Dreier waren dann die Entscheidung.
Auf den Punkt gebracht...
„Wir haben nicht schlecht gespielt und ich bin mir sicher, dass wir mit Brandon Kimbrough das Spiel gewonnen hätten. Entscheidend war wieder einmal unsere schlechte Trefferquote“, analysierte Mario Matic die Niederlage. „Im Basketball geht es nun mal darum, den Ball im Korb unterzubringen“, brachte er es auf den Punkt.(leo)
Für die Giants spielten:
David Rotim (8 Punkte/6Rebounds/ 5 Assists), Philipp Leitner (4 Punkte), Joans Zink, Moritz Gruber (2 Punkte), Max Gentner, Alex Sieber (11 Punkte), Dima Rastatter (11 Punkte/8 Rebounds), Florian Sefranek (4 Punkte/5 Assists), Kevin Schneider (4 Punkte) und Jason Swanson (22 Punkte/15 Rebounds). Für München Basket konnten Rich Ware (14 Punkte/6 Assists), Seth Haake (18 Punkte/11 Rebounds) und Moritz Wohler (21 Punkte) zweistellig punkten.