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Basketball: Rhein-Main gar nix ...

Basketball

Rhein-Main gar nix ...

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    Auweia, das ging ins Auge: Amber Sprague erzielte zwar 16 Punkte für die HELI-Girls, konnte die Rhein-Main-Baskets aber nicht stoppen.
    Auweia, das ging ins Auge: Amber Sprague erzielte zwar 16 Punkte für die HELI-Girls, konnte die Rhein-Main-Baskets aber nicht stoppen. Foto: Foto: Jochen Aumann

    Beim Spitzenspiel der 1. Damen-Bundesliga zwischen den punktgleichen Tabellendritten HELI-Girls Nördlingen Donau-Ries und -vierten Rhein-Main Baskets in Langen war, so ungewöhnlich das bei einem Basketball-Spiel ist, nach fünf Minuten eigentlich alles entschieden. Mit einer empfindlichen 57:93-Niederlage sind die HELI Girls desillusioniert auf dem harten Boden der Tatsachen und in die Mitte der Tabelle zurückgekehrt.

    Frühe Nördlinger Auszeit bringt keine Ordnung ins Spiel

    Bereits nach zwei Spielminuten (2:7) sah sich HELI-Coach Bär genötigt, in einer Auszeit einige Umstellungen vorzunehmen, um nicht frühzeitig ins Hintertreffen zu geraten. Er ahnte wohl, dass einiges schief lief. Noch drei weitere Turn-overs und das Befürchtete passierte (2:13). Die Gäste-Offense hatte gerade einmal fünf Korbwürfe abgefeuert, da lagen sie schon mit 4:19 zurück. Zu hoch die Fehlerquote, zu zögerlich die Abwehr. Während die Rieser Mädchen jegliches Selbstbewusstsein verloren hatten, flutschte bei den heimischen Rhein-Main-Spielerinnen alles in den Korb, was sie in dessen Richtung warfen. Frustrierender Zwischenstand nach den ersten zehn Minuten: 6:30. Damit war das Match gelaufen.

    Im zweiten Durchgang agierten die Einheimischen weiterhin auf sehr hohem Niveau. Doch die HELI-Girls fingen allmählich an, Basketball zu spielen, auch wenn der spätere Sieger längst feststand. Rhein-Mains Rexroth und Thoman ließen Drei-Punkte-Würfe im HELI-Korb einschlagen wie Bomben und zertrümmerten jegliches Fünkchen Hoffnung auf eine Aufholjagd. Zwar gaben die zahlreich mitgereisten Nördlinger Fans ihr Team nicht auf und feuerten unermüdlich an, doch gegen diese homogen auftretende, hart verteidigende und gut treffende Mannschaft aus Frankfurt war an diesem Tag kein Kraut gewachsen. Ein wenig berappelt, aber chancenlos lagen die Gäste aus Bayern bereits zur Halbzeit mit 23:47 zurück. 63 Prozent der hessischen Feldwürfe hatten bis dahin ins Ziel getroffen, von der Dreierlinie sensationelle 71 Prozent und gar 100 Prozent von der Freiwurflinie. Dagegen war gerade mal jeder dritte HELI-Wurf erfolgreich, unabhängig davon, aus welcher Position. In 20 Minuten als Mannschaft nur fünf Fouls zu begehen, zeugt auch nicht unbedingt davon, dass man sich mit Macht der drohenden Niederlage entgegenstemmte.

    Trotz des hohen Rückstands lässt sich das Team nicht hängen

    Wie würde das HELI-Team reagieren nach einer desaströsen Vorstellung in der ersten Halbzeit? Sich aufgeben und vernichten lassen? Oder anfangen zu kämpfen und ungeachtet des Spielstands alles geben? Immerhin: Die Bär-Truppe ließ sich nicht hängen, fightete und war ebenbürtig. Man gewann sogar das dritte Viertel, aber für eine Aufholjagd war die Punktedifferenz aus dem ersten Abschnitt zu groß.

    Es gibt Teams, die liegen einem einfach nicht, und zu diesen gehört zweifellos der nunmehrige Tabellendritte aus Hessen. Dies hatte schon das Hinspiel in Nördlingen angedeutet, das man ja ebenfalls sang- und klanglos verloren hatte.

    Im letzten Viertel setzten die Rhein-Main Baskets dann noch zum Schaulaufen an und spielten ihre Gäste ähnlich wie im ersten Viertel regelrecht an die Wand. Nadine Ripper traf unglaublich sicher vier Dreier in Serie und besiegelte eine schmerzhafte und auch in dieser Höhe gerechtfertigte 57:93-Niederlage der Donau-Ries-Ladies.

    Lichtblicke aus Nördlinger Sicht waren der erfolgreiche Kurzeinsatz von Carina Högg, die in drei Minuten drei Rebounds abgriff und einen Wurf blockte, und die acht Zähler von Youngster Fanny Szittya. Jetzt gilt es für Coach Bär und seine Truppe, diese nicht ganz unerwartete Niederlage beim „Angstgegner“ zu verdauen, zu analysieren, am kommenden Sonntag beim Heimspiel gegen Chemnitz in die Erfolgsspur zurückzukehren und zwei wichtige Punkte im Kampf um die Play-Off-Plätze einzufahren.

    Die Spielstatistik

    In Langen spielten für die HELI-Girls: Rego 7 (2 Dreier), Richter 3, Szittya 8, Unger, Högg, Djokovic 6, Sprague 16, Sterner 6, Sommer 5 und Henderson 6. Wurfquote aus dem Feld: 18 von 57 (32%); Dreier: 4 von 11 (36%); Freiwürfe: 17 von 32 (53%).

    Bei Rhein-Main fielen auf: Thoman 17 (3), Löwenthal 16, Ripper 14 (3). Wurfquote aus dem Feld : 34 von 60 (57%); Dreier: 10 von 18 (56%); Freiwürfe: 15 von 25 (60%).

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