Jan Ruoff und Mathew Leckie kamen bei den „Rieser Fohlen“ gut an

Am vergangenen Sonntag feierte der örtliche Fanclub des Fußball-Bundesligisten VfL Borussia Mönchengladbach, die „Rieser Fohlen“, nicht nur Weihnachten, sondern auch Jubiläum. In 15 Jahren seines Bestehens hatte sich dieser unter Vorsitz von Olli Bosch mit mittlerweile über 70 Mitgliedern zu einem der größten in Süddeutschland entwickelt und bekam nach 2006 mit Marcell Jansen auch diesmal wieder Besuch aus dem Rheinland.
Heuer waren es mit dem australischen Neuzugang Mathew Leckie und Jan Ruoff, einem der drei Fanbeauftragten des diesjährigen Überraschungsteams aus der Bundesliga zwar nur Insidern Bekannte, aber auf jeden Fall hatten mit ihnen große VfL-Sympathieträger den weiten Weg ins Ries angetreten.
Am Sonntagmittag nahmen sie dann mit den vielen Fans, die bis von den Münchner „Isar-Fohlen“ angereist waren, im Nördlinger Vereinslokal „Kirchenwirt“ erst mal Rieser Spezialitäten zu sich, bevor der Fanbeauftragte erste Fragen beantwortete.
Mit Leckie war er nach München geflogen und dann mit einem Leihwagen ins Ries gekommen. Bereits seit einigen Jahren ist es auch bei der Borussia üblich, dass zur Vorweihnachtszeit Spieler zu den besonders aktiven Fanclubs der Republik geschickt werden, so Ruoff.
Danach hatten die „Fohlen“ für die Gäste auch ein kleines sportliches Programm parat, denn es ging auf den direkt vor der Türe stehenden 90 Meter hohen Daniel-Kirchturm. Dort gab der Fanclub einen Sektempfang und Türmer Hottle Lenner informierte über die Stadtgeschichte. Nach dem Abstieg ging es beim Kirchenwirt mit Kaffee und Kuchen weiter und Fanclubmitglied Marcel Vergölts übersetzte weitere Fragen und Antworten.
Leckie hatte mit elf Jahren in der Schule ersten Fußball gespielt und es dann bis in die Juniorennationalmannschaft und die erste Liga geschafft. Dort wurde er von VfL-Scouten entdeckt und gleich bis 2014 unter Vertrag genommen. Jetzt wolle er diese Zeit bei einem deutschen Spitzenclub für sein fußballerisches Weiterkommen nutzen, so der 20-Jährige.
Da spiele es auch keine Rolle, dass er derzeit noch nicht viel eingesetzt werde. Nach einer Verletzung hatte er aber zumindest beim vorsamstäglichen 1:1 gegen Meister Dortmund wieder ein paar Minuten spielen dürfen.
Das Umfeld bei der Borussia sei auf jeden Fall toll, so Leckie. Mit Lucien Favre habe er einen Trainer, der auch viel mit den Spielern rede und mit dem gut Englisch sprechenden Julian Korb in einer geschlossenen Mannschaft auch schon so etwas wie einen Freund gefunden.
Autogramme und Geschenke
Dann ging es für den Fußballer noch ans Autogrammschreiben und die Fans nutzten die Gelegenheit, sich hautnah mit dem seltenen Gast fotografieren zu lassen. Schließlich überreichte Vorsitzender Bosch auch Erinnerungsgeschenke aus dem Ries. Dazu gehörte ein guter Tropfen genauso wie ein speziell für den Gast angefertigtes Fanclub-T-Shirt.
Den sympathischen Aussie ernannte die Fohlen-Vorstandschaft mit Urkunde gar zum Ehrenmitglied. Schließlich fuhren die Gäste über Laupheim, wo mit Julian Korb ein weiteres VfL-Talent den dortigen ebenfalls sehr großen Fanclub besuchte, nach Stuttgart und flogen von dort wieder in den Westen.
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